Ausland die Zweite: Clip San Sebastian

Sonntag, 28.10.2012

Hallo, wer auch immer das hier noch liest :-)

Jetzt bin ich in San Sebastian, im Baskenland in Spanien und schlage mich durch das hiesige Leben.

Hauptsächlich will ich euch Bilder zeigen, der Rest ist nicht so spannend. Und wenn doch, lasse ich es euch wissen ;-)

 

Einer der zwei Berge, die die bekannteste Bucht einrahmt Die Insel in Hernani, dem Dörfchen in dem ich zuerst gewohnt habe San Sebastian und seine vielen Brücken Der Strand (fast) vor meiner Haustür Santa Clara und der andere Berg, dessen Namen ich nicht weiß Blick auf den alten Stadtteil eine typische Bar mit beim Wandern, Meer, Felsen und Wind Pasaia, das Ziel der Wanderung  Pasaia Pasaia San Sebastian vor meiner Haustür

Hier wohne ich also.

Liebe Grüße vom Meer in den Schnee (bzw jetzt wahrscheinlich Matsch).

 

Eure Caro

Cusco, Huaraz und der Dschungel

Samstag, 21.07.2012

Sodala. Hier kommt der letzte Blogeintrag aus Peru. Es gibt viel zu Erzählen, also haltet euch fest : )

Wir waren also bei dieser Touri-Tour stehen geblieben. Mit einer Gruppe von 30 Leuten haben wir verschiedene Ruinen um Cusco angeschaut und die Führerin alles Mögliche über die Inkas und das anstehende Sonnenfest gefragt. Leider war es mal wieder eine nervige Tour, da einige Touris meinten, sie wären alleine unterwegs und könnten sich so viel Zeit lassen beim Markt besichtigen wie sie wollen. Schlussendlich sind wir aber doch noch in dem Ort angekommen, wo wir bei einem Freund von Caro übernachten wollten. ruinen bei Pisac und die Terassen

In Ollantaytambo, so heisst das nette Örtchen, haben wir eine grosse Ruine besichtigt und sind bis es Dunkel wurde darin herumgestreift. Dann gings in die Bar von Gian, dem Freund. Dort haben wir das Wiedersehen gefeiert und erzählt.

Am nächsten Tag wollten wir unbedingt die berühmten Salzterassen besichtigen und noch eine seltsame Terassenformation der Inkas. Es war zwar ein bisschen stressig und kurz,aber schön war es trotzdem.

Terassen von Moray die Salzterassen

Endlich ging es auf nach Machu Picchu. Wir wussten noch nicht mal, ob es uns gelingen würde, rechtzeitig am Abend in Aguas Calientes am Fusse von Machu Picchu anzukommen, damit unser Ticket nicht verfällt.

Um nicht den sündhaft teuren Zug für die Touris zu bezahlen (1 Weg 40 $) haben wir einen Umweg von 9h in Kauf genommen. Zuerst gings mit normalem Bus und später üblichem Taxi an den Ort Hidroeléctrica. Von hier aus mussten wir noch 2 h laufen, das sagten uns 3 Arbeiter, die wir zufällig im Taxi getroffen haben. Sie sind für die Erhaltung von den Ruinen Machu Picchu zuständig und haben uns ein bisschen über die kontroverse Situation mit niedrigem Lohn und hohen Eintrittspreisen erzählt.

Immer den Schienen nach nach Aguas Calientes

Endlich kamen wir also an in Aguas Calientes. Ein Dorf nicht von dieser Welt, alles mit Luxushotels und Restaurants zugepflastert. Es wohnen nur die lokalen Leute dort, die irgendein Geschäft dort haben. Zu unserem Glück haben wir gleich ein billiges Hostel gefunden und sind gleich auf den Markt, um möglichst preisgünstig Picknick für den nächsten Tag zu kaufen. Die Preise in Machu Picchu sind zum weglaufen ;)

Der Tag war gekommen: um 5 Uhr sind wir aufgestanden, um früh oben zu sein am Eingang, damit wir alles mint genug Zeit angucken konnten. Bis dahin mussten wir 1h im Dunkeln Treppen hochlaufen. Es war ein komisches Gefühl, denn nach und nach sah man schon ein bisschen was von den Ruinen von unten hoch. Als wir oben waren suchten wir uns einen netten Führer aus, der uns in den folgenden 2h alles was wir über die Inkas wissen wollten erzählt hat und noch vieles mehr. Wir waren durch Zufall auch passend zur Sonnenwende in den Ruinen, sodass wir ein einmaliges Spektakel miterleben durften. Am 21. Juni nämlich (also am Tag davor), steht die Sonne genau so, dass sie auf eine extra dafür gebaute Steinkonstruktion fällt, und mit anderen Steinen zusammen ein leuctendes Dreieck herstellt, was wiederum ein Puma-Auge zum erleuchten bringt. Bzw dieses in Stein gemeisselte Auge wird beleuchtet. Für die Inkas war dies der kürzeste Tag des Jahres und sie hatten Angst, dass die Sonne ganz verschwinden würde. An diesem Tag hatten sie also vor, die Sonne „anzubinden“. Die Tage nach diesem 21. Juni wurden dann auch wieder länger und die Sonne blieb längere Zeit am Tag da. Die Inkas hatten sozusagen Erfolg mit ihrer Technik, die Sonne an den Stein zu binden. Da der Puma Symbol für das irdische Leben ist, bedeutet das erleuchtete Auge das Wieder-Beleben des Pumas und des neuen Jahres.

Blick auf Machu Picchu

Nach diesem Ergeinis und nach der Tour sind wir auf den Berg Machu Picchu geklettert, 1h steilst bergauf. Aber es lohnte sich, die Aussicht von da oben war spektakulär :) Oben auf dem Berg, Riesenfahne und Machu Picchu  Nach dem Abstieg sind wir nochmal in aller Ruhe durch die Ruinen gestreift und haben alles nochmal angeguckt und sind dann (auch wegen Wassermangel) wieder runtergelaufen.  Tempel Kamen zufällig passend zum Fussballspiel, haben uns das also gegönnt und am Abend sogar noch Pizza gegessen. Das war zumindest der Plan. Als dann nach 1,5h warten eine mit Pfannkuchenteig gemachte Irgendwas kam, war uns auch schon die Lust vergangen, noch die Cocktail-Happy-Hour auszunutzen. Inkabrücke Und wir :) Lama in der Stadt Sonnentempel

Am nächsten Tag gings den gleichen weiten Weg mit Laufen und Bussen und Taxis wieder zurück.  Leckere Brotzeit aufm Weg Da gerade der Samstag vor dem grossen Sonnenwendefest war, gab es kaum noch leere Busse und wir mussten einen Bus direkt nach Cusco nehmen, ohne uns von unserem Freund Gian verabschieden zu können. In Cusco hatten wir dann noch Probleme mit der Hostelreservierung, aber nach langen Diskussionen und Beharrlichkeit hatten wir endlich zumindest ein Bett in einem Schlafsaal und konnten uns aufmachen, unsere Freunde zu suchen (wir hatten sie alle zu einer bestimmten Uhrzeit an einen Ort bestellt). Es gab ein fröhliches Wiedersehn und zur Feier von Davids Geburtstag nochmal Pizza und Bier ;) v.l.:David Caro,Charlotte,Colo und Jojo

Am 24. Juni fand das Inti Raymi statt, das grösste Fest in Cusco und eines der berühmtesten in Peru. Um 7 Uhr morgens sind wir hoch zu den Ruinen gefahren, um uns einen guten und kostenlosen Platz auf dem Berg gegenüber der Schaubühne zu sichern. Dort haben wir dann 6h gewartet und zusegehen, wie sich das Gelände langsam mit Leuten gefüllt hat. Um 13 Uhr begann dann das pompöse Spektakel, mit Musik und Tänzern zog der Inka ein (heute nur noch ein Schauspieler und nur noch vom Nachnamen her Mitglied der Inkas) und die Schow konnte beginnen. Es war mehr ein Theaterstück als wirkliche Rituale, aber es war gut insziniert. Alles war in Quechua, aber man konnte ein kleines Heftchen kaufen in dem alles übersetzt war und die Bedeutungen noch erklärt waren. So konnten wir zumindest ein bisschen was verstehen.

Die Königin Der König

Nachdem wir am nächsten Tag endlich ausgeschlafen hatten und ausgeruht waren haben wir uns einige Museen angeguckt, über die Inkas und die Spanischen Kolonialherren. Interessant.

Der nächste Tag war ultra stressig, chaotisch und fast hätten wir unseren Bus nach Lima verpasst. Aber nach einigen fast-Herzinfarkten saßen wir schlussendlich mit unserem Freund dem Polen im Bus 22h nach Lima.

In Lima haben wir alles nötige erledigt und uns mit Jens getroffen. Nach einem geselligem Abend mit selbstgemachten Cocktails sind wir alle ein bisschen beschwippst in den Bus zu unserem nächsten Ziel eingestiegen: Huaraz.

In Huaraz haben wir erstmal die nötigen Einkäufe gemacht, um auf unserer  anstehenden 5-tägigen Wanderung auch nicht zu verhungern.

Am nächsten Tag, dem Geburtstag vom Polen, gings dann los. Zu 5. sind wir mit dem Bus zu einer Lagune gefahren und von dort aus dann 4h chillig nur Berg runter gelaufen. Herrliche Landschaft und tolles Klima. Am Abend haben wir dann Geburtstagessen gekocht und Kuchen mit Kerzen hergezaubtert und dem Geburtstagskind noch einen schönen Abend bereiten. Einen guten Platz zum Zelten hatten wir auch gefunden.

  Der höchste Berg Perus: HuascarànDas Llanganucotal von obenDie Laguna LlanganucoBereit zum Starten 1 Bereit zum Starten 2 n bissl Abenteuer ;) Probleme beim Zeltaufbauen hehe was das wohl wird? Gulasch der feinsten Sorte Da war er glücklich der Pawel Zeltstadt 

Am nächsten Tag haben uns Aracelly und Jens schon wieder  verlassen und nun im Trio sind wir weitergelaufen zum nächsten Ziel. Das Wetter wurde etwas ungemütlich, aber das lies sich aushalten. Nach 8h wandern sind wir an einer Lagune angekommen die perfekt schien um dort zu campen. Auf 4700m schlugen wir unsere Zelte auf, suchten Feuerholz und fingen mit der üblichen Koch- und Wasserfilter-Routine an. Allerdings wurde es schnell nach Sonnenuntergang ars*** kalt. In der Nacht hatten wir im Zelt nur 3° und trotz den Schlafsäcken war es schwierig zu schlafen. Da es für den Polen das erste Mal war, litt er quasi noch mehr als wir ;)

unterwegs Unsere Kochstelle auf 4700m

Aufgewacht als Eisklotz. Schnell warmes Wasser machen, aber selbst das dauerte ewig. Uns war alles kalt und alles war eingefroren und tat weh. So schnell wie möglich haben wir alles eingepackt und sind weitergelaufen zum höchsten Punkt, um wieder aufzutauen. Endlich da und schonmal Suppenwasser hingestellt, um ein warmes Frühstück zu haben.  Ein bisschen Rumgekraxelt und aufgetaut, die Sonne genossen und gefrühstückt.

v.l. Chacraraju, Pirámide und Artesonraju Das war ne Aussicht Jojo und Taulliraju beim mampfen

Danach kam der Abstieg, mit jedem Meter wurde es wärmer, die eiskalte Nacht war nur noch ein Alptraum. Durch herrliche Landschaften an Flüssen vorbei gelaufen, Kühe, Wildpferde, Esel, alles war vorhanden.  rechts: Alpamayo links: Quitaraju Nach 5h laufen angekommen und erstmal alles gespült und gereinigt.  Gemüsereis gekocht und den Topf im Zelt als Heizung verwendet. Das größte Stück der Wanderung war geschafft. Am nächsten Tag  Glücklich sein heisst die Devise ging es flink und ausgeruht wieder zurück nach Huaraz. Wieder einmal sind wir um 65 Soles pro Tag Eintritt herumgekommen, da wir einen Kontrollpunkt einfach umlaufen haben ;)

In Huaraz haben wir uns wieder menschlich gemacht und gleich schon vorbereitet, um nach Chiclayo zu fahren.  Die Nacht in einem Luxusbus mit Kissen und Decken tat gut. Linea (die Busagentur) hat uns auch diesesmal nicht enttäuscht.

In Chiclayo haben wir einen Freund von uns, Juanfer, besucht. Hier begann unsere Reise und hier endete sie fast schon. Wir waren kurz bei ihm zu Hause und sind dann in einen noch luxuriöseren Bus als den vorherigen nach Tarapoto eingestiegen: einen Sitz, den Man zum Bett umklappen konnte, einen eigenen Bildschirm mit Filmliste und leckerem Abendessen. So lässt sich eine 15h-Fahrt gut aushalten. Ouyeah!

In Tarapoto hatten wir Glück, einen netten Taxifahrer kennen zu lernen der uns den restlichen Tag überall hingefahren hat, damit wir alels erledigen konnten. Wir haben eine Tour in den Dschungel gebucht, 6 Tage lang mit einem der besten Führer der Region.

Am nächsten Tag ging es zu unserem Gefährt, um in die nächste Stadt zu kommen, von wo aus es losgehen sollte. Unser Boot war schon da, wir haben es uns gemütlich gemacht und unsere Hängematten aufgehängt. Los ging es zwar erst ca. 5h später, aber nach einem herrlichen Frühstück mit Fisch und Bananen auf dem Markt war das Warten einfach. So kommt das Holz ausm Regenwald Hängemattenparade eine Bootsfahrt die ist lustig Sonnenuntergang aufm Boot

Um 2 Uhr morgens sind wir in Lagunas angekommen und wurden von unserem Führer Kleber (er heißt wirklich so) abgeholt und zu seinem Haus gebracht. Dort haben wir mit seinem kleinen (flohverseuchten) Hund in einem Bett geschlafen. Caro und Leon

Am nächsten Tag ging es endlich los! Nach einem Frühstück und ein bisschen spielen mit den Tieren im Haus (Papagei und Hund Der kleine Fratz der geniesst die Streicheleien) wurde alles ins Kanu gepackt und auf ins Abenteuer. Der zweite Führer Reni lenkte das Boot. An diesem Tag haben wir einen 1000 Jahre alten Baum gesehen, Ameisen die komische Konstruktionen bauen und sind einer Affenbande im Wald gefolgt um sie besser beobachten zu können. Einen Spielplatz hatte dieser Teil des Dschungels auch... :)

ein mords Baum, links unser Führer Unser Kanu Trink-liane Wer findet den Affen?

Plötzlich fing es heftig an zu regnenheisst nicht umsonst , aber unsere Führer waren bestens ausgerüstet und bauten in Nullkommanichts einen Unterstand auf. Danach haben die Jungs ein bisschen Piranhas geangelt und Caro hat sich mit Kleber unterhalten . Er erzählt viele Geschichten von Touristen und den Tieren im Urwald. Außerdem ist er Doktor der Heilpflanzen und hat als erster mit dem Tourismus in Lagunas begonnen. Mittlerweile ist er schon 35 Jahre dabei. Da kommen einige Geschichten zusammen.

fleissig mitgeholfen und die Machete geschwungen und gepaddelt

Um 18Uhr fing dann das Grauen an: Mücken. Überall, sogar durch die Hose haben sie gestochen. Da half nichtmal das Mückenspray. Der einzige Schutz war im Zelt, welches wir zum Glück mitgenommen hatten. Und dort auch erst, nachdem man zur Killermaschine wurde und alle Mücken, die sich reingeschlichen haben, eliminiert hatte. Frühes Schlafen.

Am nächsten Tag sind wir früh losgezogen, um Fische aus dem am Abend vorher ausgelegten Netz zu holen. unser 2. Guide Reni mit einem Teil der Beute Reichliche Beute hatten wir.  Beute:alles Piranhas bis auf die schwarzen Danach haben wir überstürtzt das Camp abgebrochen, da es einfach zu viele Mücken gab und man nichtmal in Ruhe essen konnte. Beim neuen Camp gab es dann herrlich gekochten, geräucherten und fritierten Fisch. Gemeinsam mit Yuka und Salat war es ein himmlisches Essen.

Nach dem Essen kam Jojo auf die wahnwitzige Idee, im Fluss baden zu gehen. Schon beim Fische ausnehmen konnte man ahnen, wie viele Fische und Piranhas da drin rumschwimmen. Aber Kleber meinte, es wäre nicht gefährlich und somit haben wir 3 uns ins Wasser geworfen. Aber nur für Minuten (quasi fast schon Sekunden), denn die Fische zipfelten und knabberten an einem herum, sodass es kitzelte. Dann noch der Schlamm auf dem Boden des Flusses... neeee, nichts für Caro  und Co :) Kurz nachdem wir aus dem Wasser gekommen sind schnellten zwei Wasserschlangen (ca. 1,5m lang)  aus dem Gebüsch vor. Unser Guia ist sofort losgesprescht um sie zu fangen, hat es aber leider nicht geschafft. Danach fing er an lauthals zu lachen, denn er meinte dass er es noch nie gesehen hat, dass Touristen baden und danach Schlangen den Fluss überqueren. Witzig -.- Caro und Pawel beim Angeln lecker lecker  nicht so nett die Zähne vom Piranha das is n Dschungelessen

Wieder losgezogen und noch mehr Affen gesehen, so einen wie bei Pippi Langstrumpf und einer wie von Fluch der Karibik. Zu jeder Tages und Nachtzeit sieht man etlich viele verschiedene Vögel. Grosse, kleine, dicke und dünne.

Kapitän Kleber

Am Nachmittag sind wir nochmal 4h losgezogen, um in der Abenddämmerung und in der anbrechenden Nacht nach Kaimanen auschau zu halten. Herrliche Stimmung auf dem Lago Lagunas, alles ruhig, nur Frösche und ein paar springende Fische zu hören. Wir hatten sogar Glück und konnten einen kleinen Kaiman sehen. Überall schwirrten blinkende Glühwürmchen herum, was aussah wie ein Sternenhimmel über dem See.

Der dritte Tag: super Frühstück, fritierte Yuka und Bananen und weitergezogen, diesmal zum Haus von Reni, unserem zweiten Führer. Dort sind wir dann 3h in dern „real Jungle“ gelaufen, durch kleine Bäche und über morsche Baumstämme. Erstaunlicherweise gabs kaum noch Mücken hier. Irgendwann waren die Stiefel mit Wasser gefüllt und alles nass. Auf dem Weg haben wir 3 kleine und 3 große Spinnen gesehen. 3 Tarantulas und 3 Vogelspinnen, so gross wie eine Hand und erstaunlich wach für die Tageszeit. Nach beißenden Wespen und komischen Blättern, die die Haut reizen sind wir an einem See angekommen, der anscheinlich Kaimane beherbergen soll. Leider haben wir aber keine gesehen. Tarantula Unsere Expeditionsgruppe

In nur 1h sind wir dann wieder zurück zum Haus gehechtet, wo schon ein leckeres Essen auf uns gewartet hat. Reichlich und gut. Nach einem wunderschönen Sonnenuntergang haben wir uns auch schon wieder ins Zelt geflüchtet, die Mücken waren einfach zu agressiv. Bald gibts kein Blut und keinen freien Fleck Haut mehr.

So schön kanns sein Unser Zelt in Renis Haus Renis Haus

Das Programm für den nächsten Tag beinhaltete einen Besuch in der Gemeinde von Reni. Dort haben wir eine Kaiman-Haut gesehen von einem Kaiman mit ca. 3m länge. Und ein Tigerfell. Beide Tiere wollten Menschen angreifen und wurden von denen deswegen getötet.  Der Kaiman der Rest vom Jaguar Nach Abchiednehmen von der Familie ging es weiter auf einem Fluss, in dem lauter Delfine waren. Wenn man ein bisschen Lärm im Kanu gemacht hat, kamen sie aus dem Wasser um zu gucken was los ist. Manche sind auch gesprungen. Herrlich, das anzusehen.  Nach einem Spatziergang am Strand und dem Beobachten der Delfine haben wir unser Camp aufgebaut und uns mit noch zwei weiteren Touris, die zufällig gekommen sind, unterhalten, bis es mal wieder Essen gab. In der Nacht dann wieder los auf Kaimansuche, nicht ganz so erfolgreich.

Am nächsten Tag ging es weiter auf einem Fluss mit schwarzem Wasser (von den Wurzeln einiger Bäume) bis zum nächsten Camp. Über die Tage hinweg hat uns Kleber viel über Heilpflanzen und deren Gebrauch erzählt. So auch hier wieder. Beim letzten Camp waren verhältnismäßig wenig Mücken und es lies sich durchaus aushalten.

Nichts zu tun... ...macht Caro verrückt!!

Die letze Nachtfahr begann, 4h lang sind wir tief in den Dschungel reingefahren und haben riesige Kröten gesehen sowie 2 Kaimane. Wie der Führer sie auf die Entfernung gesehen hat war ein Rätsel. Als er einen fangen wollte kam die Mama. Da hat er es gelassen. Wunderschöne Sternenhimmel und um uns herumspringende Delfine (in der Nacht erschrecken die einen ziemlich) gaben einen schönen Abschluss der Tour.

das Monster!

Am letzten Tag gings dann den ganzen Tag zurück. Auf dem Weg haben wir eine Anakonda mit ca 2m durchs Wasser witschen sehen, in einem Affentempo. Am Schluss sind wir dann noch 2h bis ins Dorf Lagunas gelaufen.

Chilln im Dschungel Wo is oben, wo unten? :)

Leider war das Boot, das wir zurück nehmen wollten, schon weg und keiner konnte uns sagen wann das nächste fährt. Somit haben wir noch eine Nacht im Haus von unserem Führer verbracht. Am nächsten Tag waren die Neuigkeiten nicht besser. Aber wir haben uns einfach ans Ufer gesetzt und aus unseren Hängematten heraus geguckt, ob nicht doch zufällig noch ein Boot kommt und uns mitnimmt.

bissl ge

Gegen 18Uhr waren wir glücklich und konnten auf einem leeren Lastkahn mitfahren. Leider brauchte die Fahrt nach Yurimaguas 16h (statt der gedachten 12h) und unser Plan fing an zu zerfallen. Wir mussten außerplanmäßig in Yurimaguas bleiben über Nacht und sind am nächsten morgen nach Tarapoto gefahren. Dort fing der Alptraum an: leeres Konto, nict mehr genug Geld für die Busfahrt weiter nach Chachapoyas. Der Fahrer war so nett und lies uns trotzdem mitfahren, wir würden ihn in Chachapoyas bezahlen, meinten wir. Mittlerweile hatten wir nicht mal mehr einen Sol, um aufs Klo zu gehen geschweige denn was zu essen zu kaufen.

Mit ziemlich leerem Magen gings insgesamt den ganzen Tag 12h lang nach Chachapoyas, kurvige Strassen und viel Kotzerei im Bus. Die anderen Mitreisenden waren aber super nett und haben das gekaufte Essen mit allen geteilt. Am Abend hat uns ein Junger Mann in unserem Alter sogar zu einem Abendessen eingeladen.

Nachdem wir ein Hostel gefunden hatten, bei dem wir am nächsten Tag erst zahlen mussten, waren wir etwas beruhigter und konnten uns ausruhen. Am näcsten Tag retteten uns Caros Freunde aus Piura mit einer Geldsendung, sodass wir um 11 Uhr endlich wieder Geld zur Verfügung hatten und uns Frühstück kaufen konnten. Es ist schrecklich ohne Geld, ohne Moos nichts los eben. Und im Magen noch weniger ;) Haben wir diese Erfahrung also auch gemacht, brauchen wir aber so schnell nicht wieder.

Da unsere Pläne nun völlig durcheinander waren , sind wir mit einer Tour nach Kuelap gegangen und haben den Besuch bei den Wasserfällen leider gelassen.

Die Ruinen von Kuelap waren schön und interessant, aber da noch viel ausgegraben werden muss, fehlen noch viele Informationen und vieles ist noch im Unklaren.

eins der 3 Tore von Kuelap da gehts lang die runden Häuser auf dem ersten Level Verzierungen Mir zwei die flippt schowieder aus der Tempel ein typisches Kuelaphaus

Schlussendlich sind wir am 17. Juli über Nacht af einer schrecklich kurvigen Strasse nach Piura gefahren und glücklich in Piura angekommen.

Begrüssungs hehe

Es tut gut, „nach Hause“ zu kommen, so Caro :D Hier verbringen wir jetzt noch die letzten Tage bis es dann am 25. Juli nach Hause geht.

Bis bald, liebe Freunde und danke, dass ihr uns auf unseren Abenteuern gefolgt seid! : )

Coroico, La Paz, Arequipa, das Colcatal und Cusco

Dienstag, 19.06.2012

Wir wollten ja noch von Coroico erzählen.

Das kleine Örtchen liegt an der Grenze von Bergen und Regenwald, man hat also quasi beides. Schönes kleines Örtchen, haben am Abend eine Liveband gehört, einfach mal ein bisschen wärmeres Klima und etwas chillen :D

Haben eine kleine Wanderung unternommen zusammen mit Colo, zu einigen Wasserfällen. Ein  bisschen gebadet und dann wieder zurück.

Zurück in La Paz haben wir wieder ausgeruht und ein paar Einkäufe und Besorgungen in der Stadt gemacht. Jojo hat eine Tour auf den Illimani gebucht.

Jojos Story: Nach Ausprobieren der Ausrüstung ist er mit seinem Privatguide Supermario losgezogen, zuersteinmal zum orf am Fusse des Illimani (der hat übrigens ca. 6450m). Am nächsten Tag sind sie 2h mit Esel zum Basislager gelaufen und danach dann weiter 4h zum Highcamp auf 5400m. Nach kochen und Zelt aufbauen war der Tag auch schon beendet. Um 2 Uhr 20 morgens gings dann los und um 8e nach Schinderei und ohne Luft kamen sie endlich am Gipfel an. Dort wurde ein bisschen Musik vom Handy gehört (mehr als 3 verschiedene Lieder gabs leider nicht) und nach einer Pause gings wieder runter. Am nächsten Tag gings dann mit einem lokalen Bus zurück nach La Paz.

auf der Fahrt Da linst er duch Der Muli Das Monstrum vom Highcamp ebenso Supermario Es geht los... Der Schatten des Illimani Cumbre - Gipfel Woohoo so steil war´s

Caros Story: Mit Colo und Sophie haben wir das Valle de la Luna mit verrückter Mondlandschaft und Tiwanaku, die grösste archäologische Städte Boliviens, angeguckt. Fehlten aber leider Informationen, da musste Google herhalten.
Am anderen Tag gabs ein Konzert von einer Led Zeppelin Cover-Band, das haben wir auch noch mitgenommen. (Fotos gibts keine, Jojo hatte ja die Kamera. Und die Fotos von Colo hab ich noch nicht)

Am 02. 06. war GRAN PODER. Seit 6Uhr morgens ist der Umzug im Gange, 63 Gruppen mit ihren Musikkapellen. Nach einem ausgedehnten Frühstück sind wir auch mal hin zum gucken. Ist ein bisschen wie Kölner Fastnacht, Böller und Tagfeuerwerk und laute Musik. Allerdings spielen die Musikkappellen immer und ewig das gleiche, bis auf die traditionellen Gruppen. Die Leute sind auch seit dem frühen Morgen am Bier trinken, wohl das meistverkaufte Produkt an diesem Tag. Am Nachmittag um 16.00 Uhr war der Umzug gerade erst bei Gruppe 38, es ging also noch bis tief in die Nacht hinein.

Am nächsten Tag sind immer noch Umzüge unterwegs und einige Strassen gesperrt. Die ganze Stadt stinkt nach Urin, alles voller Müll, immer noch gibt es Strassenverkäufe soweit das Auge reicht. Es ist schwierig, einen Markt zu finden, der keine Sonntagspreise verlangt. Aber nach etwas Suchen gibts auch hier die Lösung.

Eigentlich sollte nun der letzte Tag in La Paz beginnen, aber da Jojos Tattoo verschoben wurde musste auch die Abfahrt warten. Also haben wir noch ein bisschen Mitbringsel und so eingekauft und mit den Leuten im Hostel geredet. Es ist generell sehr schwer einzuschätzen, wie alt die Leute sind. Frauen und Männer gleicherweise.

05.06 – Tag der Umwelt – Jojos Tattoo ist dran. Gemeinsam mit Colo begleiten wir ihn. Aber irgendwann wurde es etwas langweilig und Caro ist los, noch ein paar Sachen (Kleidung und Zeugs) an die Bettler zu verschenken. Sophie ist am morgen los gelaufen nach Coroico.

Am Abend Abschied von Colo, in Cusco werden wir uns wieder sehen.

Jojo hat Gefallen daran gefunden, Armbändel zu knüfpen. Und mit dem neu gekauften Draht kann man Schmuck herstellen. Perfekte Geschenke, sagt der Bayer :D

Abschied von La Paz und Mama Bolivia... Das letzte bolivianische Geld

Endlich gings auf nach Peru, nach Puno. Dort haben wir ein cooles Hostel gefunden mit herrlichem Blick auf den Lago Titicaca. Sonst war weiter nix spannendes. Am nächsten Tag gabs ein bisschen Frühsport, wir sind etliche Stufen zum Condor-Mirador (Aussichtspunkt) hochgestapft. Noch bessere Aussicht als vom Hostel.

Leider gings an diesem Tag schon weiter Richtung Arequipa. Aber vorher sind wir noch ein bisschen in der Stadt rumgelaufen, haben die Prozession und Feierlichkeiten zum Tag der Peruanischen Flagge beobachten und den zum weltbesten Kaffee 2010 gekürten Kaffee gekauft (so sagte es das Schild). Die Parade für Perus Flagge

In Arequipa sind wir erst spät Abends angekommen. Es gab Frühstück im Hostel und dann einen Ausflug in die „weisse“ Stadt, so wie sie genannt wird, aufgrund ihrer weissen und antiken Gebäuden mit lauter filigranen Details im Mauerwerk. Netter Hauptplatz und viel Trubel.

Schreibmaschinendienste sind hier noch gefragt

Als treue Deutsche haben wir das EM-Fussballspiel angeschaut und lecker auf dem Markt gegessen. Es gibt viel zu sehen und viele neue leckere Sachen zu probieren, zum Beispiel gefüllte scharfe Praprika oder Meerschweinchen.

Das Meerschweindel Die

Am nächsten Tag sollte es auf eine 4-Tages-Wanderung gehen ins Colca-Tal. Laut Agenturen sollte man um himmelswillen nicht alleine loslaufen, man könne sich ja verlieren. Aber wir als erfahrene Wanderer werden uns wohl kaum einen Führer „kaufen“, also sind wir alleine los, mit Zelt und Essen für 4 Tage.

Auf geht´s hä?

In Cabanaconde gings los: 4h steil bergab, durch Schluchten und über Berge. Ist halt ein Canyon, sogar der zweittiefste der Welt. Am Abend haben wir einen luxuriösen Campingplatz gefunden mit Zugang zu Pool und heissen Quellen.

Geisiere (zu) heisse Quellen

Dann gings weiter ins nächste Dorf, ein schöner Weg, der allerdings am Schluss mächtig steil wurde. Belohnt wurden wir mit einem kostenlosen Zeltlplatz vor dem Dorf, mit Bächle vor dem Zelteingang. Nach einer verdienten Pause gings dann nochmal los zu einem ach-so-schönen Was    serfall. Allerdings sind wir nicht ganz bis dorthing gelangt, der Weg war komisch und es wurde auch schon bald dunkel. Und riskieren wollten wir ja nix. :D

riesige Pflanzen unser Zeltplatzgut versteckt :DIrgendwelche Boppel von Insekten, die zum rot Färben benutzt werdenan den Kaktussen dran (1 kg gab früher 100 Soles, heute nur noch 3 Soles)

der Chefkoch für heute

Auf dem Rückeg zum Zelt haben wir uns noch ein köstliches Arequipeña-Bier gekauft (kommt schon ziemlich an Augustiner ran) und einer alten Quechua-brabbelnden Dame  Erdnüsse und eine Mentol-Salbe geschenkt. Sie war so glücklich, dass sie fast weinend weitergelaufen ist.

Wie jeder Abend im Zelt endete auch dieser sobald es Dunkel wurde und der nächste Tag begann ziemlich früh.

Um 8e rum waren wir schon wieder auf dem Weg, zu unserem nächsten und letzten Ziel, gegannt Oasis. Nach 4h und einer langen Pause mit Unterhaltung mit Schweizern sahen wir dieses Paradies schon von oben.

Unser weg, runter und am nächsten Tag rechts wieder rauf unten wartet das Paradies nur noch die Brücke trennt uns

Inmitten des Canyons und trockener Erde und tristen Felsen standen 3 Hotelkomplexe mit unzähligen Pools, grüner Wiese und kleinen Häuschen. Zu unserem Erstaunen durften wir sogar kostenlos Zelten und konnten dann auch noch das Deutschlandspiel an der Bar angucken. Was für ein Luxus „in the middle of nowhere“. Dort haben wir auch unseren Reisegefährten von der Salar de Uyuni, Severin, wiedergetroffen. Diesmal wohl wirklich zum letzten Mal :)

Caro hat gekocht und sich mit zwei netten Münchner Kurzreisenden unterhalten, Jojo hat eine Runde Fussball mit dem Hotelbesitzer und anderen Gästen gespielt.

Obwohl wir am nächsten Tag früh aufgewacht sind und nicht so recht wussten, ob wir nicht doch noch einen Tag länger in diesem Paradies bleiben sollten, sind wir irgendwann dann doch losgestapft. 3,5h mühseliger, steiler Aufstieg, noch dazu mit Zelt und Gepäck. Nach 3 Tagen Laufen merkte man das schon in den Knochen.

Irgendwann waren wir aber dann doch endlich oben, nachdem wir an etlichen Pferdekarawanen und Tourigruppen mit Führer und so gut wie keinem Gepäck vorbeigekommen sind. Oben mussten wir dann irgendwie noch quer über die Felder der Bauern, da wir schlussendlich dann doch noch den Weg verloren hatten. Da die Felder gerade mit einem ausgeklügelten Kanalsystem bewässert wurden, glich unser Spaziergang (es ging ja nur noch geradeaus) eher einer Hüpfpartie über rauschende Bäche.

Bis zum Schluss wurden wir von niemandem kontrolliert oder nach dem sonst obligatorischen Touristenticket von 20€ gefragt. Wir hatten wirklich Glück :)

Oben in Cabanaconde haben wir wieder die Münchner und Severin getroffen und auf den Bus gewartet. Dann gings unspektakulär und ohne weitere Zwischenfälle nach Arequipa zurück ins Hostel.

Am nächsten Tag haben wir unsere müden Glieder ausgeruht, Jojo hat sich als Hippie im Schmuckmachen versucht und Caro ist über die Märkte gestreift.

der Misti, Arequipas Wahrzeichen-Vulkan... beim nächsten Mal dann Typische Torten... ... alles ist möglich

Bevor wir dann am nächsten Tag nach Cusco gefahren sind, wollten wir noch einen anderen Stadtteil von Arequipa sehen. Gesagt, getan, gebongt.

das Terminal - um mal zu sehen wie sowas aussieht :)

Und dann waren wir auch schon nach einer langen und unruhigen Nachtfahrt in Cusco. Das Glück ist mit uns gereist und wir konnten sofort ein super billiges Hostel finden. Denn mittlerweile ist Hochsaison und im Juni ist in Cusco sowieso die Hölle los. Juni ist nämlich der Monat mit den meisten Festen, Prozessionen und Umzügen, da am 24. Juni das berühmte Inti Raymi-Fest ist, das Sonnenwendefest. Und davor und danach gibts es unheimlich viel hier.

Wir hatten also Glück und mussten kein überteuertes Hostel zahlen. Nachdem wir uns eingerichtet hatten, gingen wir auf Erkundungstour.

Das erste Bild aus Cusco:   Cusco wurde damals von den Inkas in Form eines Pumas gebaut, die Zähne waren die erste Festung. Dort wird dann auch das Sonnenfest stattfinden.

Zufällig war am Sonntag auch gerade noch Vater-Tag, also noch mehr Grund zum Feiern und zum Zelte aufbauen, Essen verkaufen etc. Besser für uns, es gab viel zu sehen und zum ausprobieren. Dort haben wir auch eine Freundin von Caro aus Piura wieder getroffen, Ivet. Sie hilft uns viel mit dem Organisieren von Machu Picchu etc.

Dadurch, das hier gerade Hochsaison ist wird man schier verrückt mit den ganzen Leuten, die einem so ziemlich alles verkaufen wollen, was nicht niet und nagelfest ist. Und um dann noch ein einigermassen preisgünstiges Ticket zu finden um nach Machu Picchu zu gelangen, wird einem fast der letzte Nerv geraubt. Es kostet viel rumfragen, darauf beharren, dreimal nachfragen, sich versichern lassen etc um wirklcih die billigste Möglichkeit herasuzufinden, auch nur in die Nähe von dem Berg zu kommen, ohne dem Monopol der Zuggesellschaften noch mehr Geld in den Rachen zu stecken. Für eine Fahrt von Ollantaytambo nach Aguas Calientes, ca. 2h mit dem Zug, wollen sie geschlagene 40 Dollar haben. Und das ist nur ein Weg. Und da wir das nicht zahlen wollen müssen wir einen anderen Weg finden. Den einem aber keiner sagt, da alle verdienen wollen.

Somit kostet es Nerven und Zeit. Aber bestimmt ist es das Wert!

Für morgen haben wir uns zum ersten Mal seit langem wieder eine quasi Touri-Tour gegönnt, mit Führer und eigenem Bus. Das ist viel billiger als alles selbst zu machen. Es geht in die vielen archäologischen Inkastätten und Sachen, die es um Cusco herum gibt. Allerdings machen wir nur die Hälfte mit, da wir in Ollantaytambo bleiben wollen, um den Rest der Sachen in Ruhe am nächsten Tag anzugucken. Und von dort aus geht es dann hoffentlich am Freitag auf Machu Picchu. Und am Sonntag, den 24. Juni, ist dann das legendäre Sonnenfest.

Spektakuläre Bilder gibts dann beim nächsten Mal :D

 

 

Salar de Uyuni, Potosí, Sucre, La Paz und Coroico

Dienstag, 22.05.2012

Es ging also los auf den 5-Tages-Tripp Richtung Uyuni. Erstmal ging es durch karke, seltsame Landschaften, ein bisschen Mond- und Marsmässig. Die Häuser, an denen wir vorbeikommen, haben dank eines staatlichen Projektes alle eine oder mehrere Solarzellen auf dem Dach, die für Licht sorgen. Die Bewohner leven von den wilden Vicuñas und den Lamas, die Wolle und das Fleisch wird verkafuft und oft wird aus den Einnahmen von den Vicuñas vom Staat noch zubventioniert eine Schule gebaut oder das Trinkwassersystem verbessert. Der Handel der Ware wird mit Chile und Argentinien  hauptsächlich getrieben, wodurch es mehr Einnahmen gibt (durch die (ein bisschen) stärkeren Währungen der Länder). Da es noch so früh war, waren viele Flüsse und Bäche am Rand noch gefroren, das war ein idyllisches Bid. Wir haben alñso viele Vicuñas und Lamas gesehen, aber auch Strausse (wieso´s die da gibt wissen wir nicht) und Chinchillas.

Am Abend sassen wir dann alle gemütlich zusammen in einer Art Hostel. Wir haben noch die nähere Umgebung angeguckt und sindauf einen Hügel gekraxelt, quasi um schonmal anzufangen für den Vulkan. Unser Koch Hector hat uns mit herrlich leckerem Essen glücklich gemacht. Wir sassen alle noch zusammen und haben uns unterhalten, herrliche Gruppe, bist jetzt war alles super auf der Tour.

Zweiter Tag. Früh raus, um viel zu erleben. Zuerst wars noch etwas langweilig, die Landschaft, aber dann wurde sie verrückt mit Lawagestein und vielen Lagunen. Es gab einen kurzen Abstecher in ein Museum, um ein bisschen was über die Entstehung der Landschaft zu lernen und nach dem Mittagessen und ein bisschen Weiterfahren sind wir in ein natürliches Thermalbad. Herrlich warm, fast zu warm, aber frisch und fröhlich weiter, alles angucken, ab und zu aussteigen, laufen, Fotos machen und die irrsinnige Stille geniessen. Wir haben sogar einen rauchenden Vulkan (aber shcon auf chilenischer Seite) gesehen. Die Nacht sollten wir in einem Öko-Hostel verbringen, Caro war überglücklich. Generell waren die meisten Häuser so gebaut, das viel Licht ins Innere viel, weil man so Strom sparen konnte. Und weil die Sonne gleichzeitig auch wärmt (am Tag). Das Hostel war totaler Luxus für uns. Der Abend war kurz, denn um 2 Uhr mussten wir schon wieder raus, um dem Vulkan Licancabúr entgegenzutreten.

Der Licancabur Unser Ökohostel - mit Colo, dem Argentinier

Zur Feier des frühen Morgens um 2.30Uhr gab es Pfannkuchen ud Karamellsosse. Colo, unser argentinischer Freund, geht nicht mit, die Thermalquellen haben ihn krank gemacht (es sollte sich noch herausstellen, wie krank er wurde). Wir restlichen 4, 3 Deutsche und eine Argentinierin, frisch und tatendurstig los. Leider begann der Aufstieg erst um 4 Uhr, wodurch sich alles verzögerte. Es gab auch keinen Führer, er uns hätte eiten können. Aber laut Aussagen unseres Fahres sei der Weg leicht zu sehen. Der Anfang war gut, Vollmond, er Weg war noch zu erkennen. Irgendwann fing das Geröll an, lauter kleine Steine, super rutschig (quasi ein Schritt vor und 2 den Berg runter). Dann  haben wir noch den Weg verloren, weil man einfach den Weg nicht mehr erkennen konnte. Den Sonnenaufgang haben wir auf der Hälfte des Weges gesehen. Irgendwann lief jeder nur noch für sich alleine. Am Schluss mussten wir noch 3 Stunden klettern, in Eis und Felsen, ohne Ausrüstung wie Steigeisen und Pickel, wir besassen ja nichts. Es wurde immer anstrengender und der Gipfel kam einfach nicht näher. Gefährlich war die ganze Sache allemal, aber runter wäre es noch schlimmer gewesen. Als wir dann endlich auf dem gedachten Gipfel ankamen, wartete ein riesen Eisfeld und noch  mehr Fels auf uns. Ca. 25 Meter unter dem Gipfel haben wir dann aufgegeben, die angebliuch existierende Lagune im Krater hin oder her. Wir konnten nicht mehr, nach 6h Klettern und Steigen. Und es war viel zu gefährlich, man konnte sich nirgendwo mehr festhalten. Also sind wir runter, einen anderen Weg, welcher auch kein Weg war. Zum Glück haben wir bald eine Gruppe Franzosen gefunde, die zur selben Zeit losgelaufen sind wie wir. Igendwann wurde ein schmaler Schotterpfad sichtbar, den wir dann 4 Stunden lang runter sind. Sogar Jojo war fertig, was seltenst vorkommt. Caro bekam dann noch Soroche (Höhenkrankheit), Übelkeit, Kopfschmerzen, die volle Packung. Nach 10h waren wir dann endlich unten. Es ging gar nix mehr. Im Hostel gabs dann nur eine kurze Verschnaufpause und Mittagessen (für die, die was Essen konnten).

Endlich wieder unten!

Dann gings auch schon weiter. Zu Geisieren, Schwefelgestank ohne Ende, viel Blubberschlamm. Der Rest des Tages war weiterfahren und Landschaft angucken, für die, die den Kopf heben konnten :D

Am nächsten Tag schien der Albtraum von gestern vergessen, zumindest für Caro. Es ging los, viele verschiedenfarbige Lagunen gesehen, Flamingos. Dann haben wir einen „Steinbaum“ gesehen, wieder viel seltsame Landschaft. Am Abend blieben wir dann in einem Hotel aus Salz. Alles war aus Salz gebaut, Tische, Betten, Wände etc. Wieder leckeres Essen (Hector verwöhnte uns die  ganze Zeit) und eine Partie Pool mit einem „verhextem“ Pooltisch, bei dem die Löcher irgendwie nicht wollten :D

  Die Laguna Colorada (Bunte Lagune) Ein Flamingo-Junges Auf einsamen Zugschienen :) Unsere Behausung für die Nacht

Am nächsten Tag gings dann endlich in die Salzwüste. Aber zuvor mussten wir unseren Freund Colo noch irgendwie aus dem Bett kriegen. Er war am Sterben, seinen Lauten zu urteilen. Mit Verspätung und gemeinsamen Kräften waren wir irgendwann alle im Auto und der Sonnenaufgang wartete. Unendliche Weiten aus blendendem Weiss, manchmal mit Wasser noch vom Regen, schöne Spiegelungen und unheimliche Stille. Als die Sonne endlich da war gings noch auf die „Fisch-Insel“, eine Insel mitten im Salar (Salzwüste)aus Vulkangestein und Korallenriffen (da früher alles mal Meer war). Nach einem Früchstück gings weiter, einfach immer geradeaus, nichts zu sehen ausser weiss, manchmal Löcher im Boden. Hier spielt sogar der Kompass verrückt, so erzählte uns unser Fahrer, da unter den Salzschichten noch viele andere Mineralschichten sind, die die Nadel ablenken können. Insgesamt sind es 11 Schichten à 10 Meter. Unglaublich. Angekommen in Uyuni gab es das letzte Mittagessen mit allen zusammen und dnan herzliche Verabschiedung und Bedanken für die geniale Tour.

Sonnenaufgang in der Salzwüste Die Insel mitten drin Salzwüste Und ein bisschen Spass... Die letzte Mahlzeit gemeinsam

Nachdem sich alle wieder erholt hatten und Sabrina sich von uns getrennt hat sind wir am nächsten Tag weiter nach Potosí. Dort wollten wir die Minen angucken. Haben im Hostel den Fiml „The Devil´s Miner“ angeguckt und mit etwas gemischten Gefühlen auf die Minentour am Tag darauf gewartet.

Früh ging es los, es war der erste Tag Arbeit nach längerer Zeit des Streickens für viele Minenarbeiter. Mit Schutzkleidung und nachdem wir auf dem Markt Geschenke für die Mineros eingekauft hatten (Koka-Blätter gegen Müdigkeit, Staub, Hunger, einfach alles, Saft, Bier, Handschuhe, Kekse) gings los auf den reichen Berg, „Cerro rico“. Zualler erst haben wir den „Tio“ besucht. Das ist eine Art Teufel, er plastisch dargestellt wird in Form einer Lehmfigur. Er wurde von den Spaniern erfunden, damit die Mineros, früher die Indigenas, besser in den Minen arbeiten und auch dort unten einen „Gott“ haben, an den sie glauben können (so unsere Führerin). Nach einer Opfergabe aus Zigaretten und 96%igem Alkohol gings dann weiter durch verwinkelte Schächte, krazeln, bücken, Staub, heiss, schwer zu atmen. Zufällig konnten wir 3 Explosionen miterleben, die neue Schächte frei machen sollten. Ziemlich krasse Druckwelle, wie ein Windstoss jedes mal. Am Schluss durften wir noch sehen, wie die Mineralien aus den Steinen rausgelöst werden und z.Bsp. Siber als Staub weiterverkauft wird. Sehr intensive Erfahrungen.

Colo Der

Schon ging es am nächsten Tag weiter nach Sucre. Mit Colo, dem Argentinier. Jojo und Caro sind tags darauf in einen Dinosaurierpark, um angebliche Spuren anzugucken. Die Spuren selbst waren leider an einer Wand weit weg, aber das Museum war trotzdem sehr gut gemacht.

Colo ist in Sucre geblieben, wir hatten Lust ein bisschen zu wandern. Also sind wir los am nächsten Tag zu neuen Abenteuern. Mit ei nem Lastwagen voller Einheimischer und Schafe (die alles vollgerotzt haben) sind wir 1h lang zu einem Dorf ausserhalb Sucres gefahren, um ein bisschen mehr Landschaft und dörfliches Leben zu sehen und zu erleben. Wunderschöne Landschaften, kleine Dörfer oder Häusergruppen, volles Landleben. 7h gelaufen, insgesamt 21km.  In Maragua haben wir gezeltet und  Bekanntschaft mit einem netten Deutschen und seinem Hund gemacht. Geselliger Abend.

Unsere Mitfahrer

Weiter ging es auf der Suche nach weiteren Dinosaurierstapfen, leider waren die nicht  leicht zu finden, wir haben uns verlaufen und sind quasi doppelt so viel gewandert. Trotzdem waren wir erfolgreich.

Ein Dinosaurierabdruck :D

Nach weiteren 21km kamen wir dann in Potolo an, wo wir erschöpft das Ende dieser 2-Tages-Wandertour bekocht haben. Am nächsten Tag gings zurück, Colo hatte auf us gewartet und gemeinsam gings nach La Paz. Das ware eine der kältesten Busfahrten, die wir bis jetzt hatten. Irgendwann auf der Hälfte haben wir gebeten, unsere Schlafsäcke aus dem Gepäck holen zu dürfen, weil es einfach nicht mehr ging. Aber dann waren wir endlich in La Paz, im Hostel von „damals“. Gefühl wie Zuhause. Ein reläxter Tag begann mit Kochen und Nichtstun :D

Doch auf Reisen, aber trotzdem mit der heimischen Mannshaft fiebern. Somit wurde den ganzen nächsten Morgen auf das Championsleague-Finale gewartet und sonst nichts getan. Sonst war der Tag nicht spannend.

Am Sonntag ist in La Paz „Cholita Wrestling“ angesagt. Und da war Jojo auch. War ziemlich witzig, sagt er. Ziemlich viele Leute, gross wie klein.

Am Montag in der Früh wurden wir von einem lauten „Desayuno“ (Frühstück) mit vertrauten Stimmen geweckt. David, Charlotte und Sophie, unsere Studienfreunde, waren auch endlich angekommen :D

Mittlerweile sind wir schon eine Woche in La Paz und haben nur ausgeruht, die Stadt erkundet, es langsam angehen lassen und es genossen, mal wieder länger an einem Ort zu sein.

Die Computer hier bescheren uns weniger frohe Neuigkeiten mit Viren auf den Speicherkarten. Deswegen hat der Eintrag auch solange gedauert. Und Fotos vom ersten Tag gibts leider auch nicht. Irgendwann wird aber hoffentlich die Pechsträhne aufhören :D

Nächste Woche besteigt Jojo den Illimani (6460m) und Caro macht sich wahrscheinlich schonmal auf in den Regenwald :)

Montevideo, Buenos Aires, Santa Fe, Córdoba und Richtung Bolivien

Samstag, 05.05.2012

Wir waren also in Montevideo stehengeblieben. Nach einigem Rumsuchen und
laufen zu Terminal und anderen uninteressanten Sachen sind wir mit leckerem
Essen an den Strand und haben dort den Nachmittag genossen.

Am nächsten Tag musste das ganze reingegessene leckere Zeugs mal wieder
runter, ein bisschen Strandsport gemacht (barfuss gejoggt) und einen ruhigen
Abend verbracht. Tags darauf wurden wir von Marta und Daniel eingeladen, mit
allen zusammen in der Markthalle jede Menge Fleisch zu essen. Leckeres Zeugs
gab es da! Alles Mögliche von der Kuh, Frisch vom Grill, mit Aktion und kaltem
Bier : ) Danach sind wir zu einem Fussballspiel gegangen (auch eingeladen
worden). Unser erstes Mal in einem Stadion :D Es war zwar kein wichtiges Spiel,
aber trotzdem spannend, mal ein bisschen Fussballatmosphäre zu erleben. Das
Erstaunliche war: es wurde kein Bier verkauft. Gibt es wohl nie bei Fussballspielen.
Ist verboten! Fussball ohne Bier ist wie Bayern ohne Weisswürscht :D

Jojo und Mate :D

Am Abend gabs Schokopudding und Pizza, quasi als Abschiedsessen. Am
nächsten Tag haben Marta und Daniel uns bis nach Colonia gefahren, von dort aus
wir dann die Fähre nach Buenos Aires genommen haben. Wir sind noch ein bisschen
rumspaziert und dann hiess es: Auf Wiedersehen Uruguay, bis hoffentlich ganz
bald!

Ein Chivito :D

In Buenos Aires konnten wir leider nicht wie geplant bei einem Freund
übernachten. Haben dann auch dummerweise in einem Hostel genächtigt, in dem ein
Bett in einem Mehrbettzimmer 70 (12€) Pesos gekostet hat. Zwar mit Frühstück,
aber immer noch viel zu teuer. Zu unserem Glück (später war es damn nur noch
Jojos Glück) gab e seine Happyhour. Grad passend, um noch mehr Geld aus dem
Fenster zu werfen. Die Abendgestaltung war also schon gestaltet. Jojos Logik: Wenn
man also für 2 Cocktails 35Pesos statt 40 zahlt, dann kann ich ja, je mehr
Cocktails ich trinke, mehr und mehr Geld ansparen. Also: 2 Mio Cocktails gleich
10 Mio Pesos gespart.

Dies haben wir also ausgenutzt,  zum Leiden der Caro. Livemusik gabs sogar auch noch. Am nächsten Tag viel das Frühstück eher dünn aus. Trotzdem haben wir noch ein bisschen was von Buenos Aires angeguckt, den Caminito zum Beispiel. Eine Strasse mit vielen bunten Häusern.

Die 9 de Julio, 12-Spurig

Um ein Ticket nach Santa Fe (dem nächsten Ort zu kaufen) und den vergessenen Rabatt noch einzufordern sind wir umsonst 3h Bus gefahren. Der Bus fährt nämlich keine Runde, wie wir herausgefunden haben. Nun gut, der Rest war eher uninteressant.

In Santa Fe gabs dann eine finanzielle Erholung, dort haben wir einen Campingplatz gefunden für 5 Pesos pro Person, mit Grill und Tischen und allem drum und dran. Sogar heisses Wasser gabs. Dann haben wir das übliche nötige Erledigt (eingekauft, Holz gesucht, Informationen über interessante Sehenswürdigkeiten eingeholt, gekocht).

Den ganzen Morgen schon haben wir uns auf das Mittagessen gefreut und die
Zeit quasi nur totgeschlagen. Wir wollten nämlich Fleisch grillen, mit Maiskolben etc.

Nach sehr erfolgreichem Kochen sind wir dann in die Stadt gefahren und haben eine Brauereitour gemacht. Sehr interessant, die Santa-Fe-Brauerei ist die Modernste in Südamerika. Und oh Wunder: das meiste Equipment kommt aus Deutschland. Wir haben dann sogar noch 2 Biere geschenkt bekommen und ein „Liso“ im anliegenden Biergarten (von deutschem Brauereigründer erbaut). Liso ist ein Glas mit 250ml, in dem braufrisches Bier serviert wird. Ein Erfolgreicher Tag.

Fahrt nach Córdoba. (PS: Jojo will einen Knautschball!!!). Ultrafrühe
Ankunft. Totaler Pechtag! Campingplatz unerwartet ewig weit weg, nach ca.
40Minuten Busfahrt nochmal 2Km zu Fuss laufen. Dann noch 4facher Preis statt im
Reiseführer (in dne letzten 2-3 Jahren gabs hier wohl ne grosse Inflation).
Keinen Bock mehr, aber wir müssen ja wohl zurück, weil der Preis uns zu teuer
war. Im Busterminal gabs keine Busplätze mehr frei um nach Tucumän oder Salta
zu fahren. Nach 3h rumlaufen und suchen haben wir dann irgendwann einen
Suite-Bus gekauft, um aus Cordoba wegzukommen. Wollten kein weiteres Geld mehr
ausgeben.

Endlich Essen und Kaffee trinken. Dann auf die Plaza, um Zeit zu
vertreiben. Dort fand grad eine Protestaktion der ganzen freien Künstler statt,
um gegen die Privatisierung der Kultur zu demonstrieren. Dort haben wir Luis
getroffen. Hat uns mit Redeschwall überredet, doch noch zu bleiben, wir könnten
bei ihm in der Wohnung schlafen. Also Busticket umgebucht (mit Verlust des
Suite-Statusses). Bei ihm zu Hause dann freundin und seine 8 Monate alte
tochter Selva (Regenwald) kennen gelernt und mit denen zusammengesessen, uns
unterhalten und mit der Kleinen gespielt.

Am nächsten Tag haben wir endlich mal wieder ausgeschlafen, geholfen die
Wohnung zu putzen und leckere Pizza gemacht. Dann mit Luis auf den Markt, wo er
einen Stand hatte. Und dort sind wir ziemlcih lang rumgelaufen, haben alles
angeguckt, haben einem Clown bei seiner Vorstellung zugeguckt und sind dann
irgendwann mit einer Flasche Wein und dem Hausschlüssel bewaffnet nach Hause,
um gemütlich Filme zu gucken. Luis wollte noch Feiern gehen. Am Nächsten Tag
sind wir früh raus, haben alles geputzt und haben uns aus der Wohnung
geschlichen, da Luis und Co ziemlich spät ins Bett sind und wir sie nicht
wecken wollten (haben aber natürlich eine Notiz hinterlassen). Dann sind wir
los nach Alta Gracia, um ins Che Guevara Museum zu gehen.

Schock: der Eintritt für Ausländer ist 5x teuerer als für Einheimische.
Also wollten wir da natürlich nicht rein. Haben dann eine Gratistour gefunden,
mit der man den Einheimischen Preis zahlt. Das war unser Plan. Gegessen und so
Zeugs gemacht (Schach gespielt :D) und dann mit der Tour mitgegangen und das
Museum angeguckt. Da waren letztes Jahr sogar Fidel Castro und Hugo Chavez zu
besuch, zum 10-jährigen Jubiläum.

 

Ches Motorrad

Danach noch ein bisschen eine Kochshow
angeguckt und über den Hanwerks-Markt gestreift. Zurück nach Cordoba und in den
Bus nach Tucumán.

Was mit dem Suitestatus anfing endete durch einen Platten in der Nacht und
einen Bustausch mit Semi-Cama (also „Halbbett“, die billigste Variante).

Tucumám hatte leider für uns nichts zu bieten für nur einen Tag, und viel
mehr Geld wollten wir auch nicht mehr ausgeben. Also weiter nach Salta. Davor
haben wir aber noch ein paar Empanadas quasi Bolivien-style gegessen :D Bolivien
ist nicht mehr weit, jucheee!

In Salta hatte der nahe Campingplatz leider zu, aber als hätte es sein
sollen haben wir auf dem Campingplatz, auf dem wir dann waren (40 Minuten
ausserhalbd der Stadt) einen Haufen Deutschen getroffen. Ein Ehepaar, die in
einem Wohnmobil schon 2 Jahre unterwergs sind (auch Australien und so schon)
und einen ganzen Bus voller Deutsche: Das Rollende Hotel, Rotel-Tour. Lauter
Deutsche und Österreicher, alle witzig drauf. Machen 29 Tage Reise durch 5
Länder.  Von denen haben wir dann auch noch Reste von ihrem Essen bekommen, das war dann gleich noch unser Mittagessen
für den nächsten Tag. Der Fahrer von denen ist gleichzeitg noch Koch und
Mechaniker ;)

Jojo die Raupe Caro = FeuerJojo = Schnippeln

Am nächsten Tag die Weiterfahrt gesichert und dann einen Berg mit 1070  Stufen hochgelaufen. Oben drauf die Aussicht genossen und gepicknickt.

Das doofe in Argentinien: man kann mit den Bussen nur fahren, wnen man
genügend Kleingeld hat oder eine Karte kauft und die afugeladen hat. Kleingeld
ist eine Mangelware, keiner will Wechseln. Und an Feiertagen und in kleinsten
Dörfern gibt es keine Stellen, um die Karten aufzuladen. Ziemlich nervig und
nicht wirklich durchdacht!

Zum Zeltplatz, gekocht. Endlich Ruhe, keine lauten Zigeuner und anderen
nervigen Gäste mehr. Am Abend noch mit den Deutschen zusammengesetzt und Bier
gekriegt.

Am nächsten Tag gings weiter nach Jujuy, von dort aus wir dann nochmal
weiter sind nach Purmamarca, um dort zu zelten und die Berge mit den vielen
Farben anzugucken. Der offizielle Zeltplat war eine karge Fläche mit Mauern
drum und kostete 20 Pesos pro Person. Haben weiter gesucht und durch Zufall die
Erlaubnis bekommen, auf einem Hügel vor dem Haus von einem Jungen Mann zu
zelten. Haben alles aufgebaut, bissl rumgeguckt und uns mit dem Hausbesitzer
unterhalten. Eigentlich wolten wir noch die Livemusik im Dorf angucken, aber es
war nichts los und die Getränke waren mega teuer. Also noch eine Nachtwanderung
auf den hinterm Haus liegenden Berg gemacht und gute Nacht.

Jetzt stand eine Wanderung auf dem Plan. Wir wollten die Berge hinterm Haus
erkundigen und sind ewig lang durch Geröll und zwischen Kakteen umhergekraxelt
und auf Graten balanciert. Kunterbunte Steine gefunden, sogar einen
Bergkristal. Einen Kaktus aufgebort, um zu gucken ob er Wasser hat. Hat er,
aber es schmeckt eklig ;)

 Unser Zeltplatz   Die Berge mit den 7 Farben Jojo will seine Tunas (die roten Boppeln) eine Gratwanderung Man Suche Jojo :) Bin ich klein oder ist er gross? 

 

Den Bus nach la Quiaca haben wir leider verpasst, mussten also warten auf
den nächsten. Aber dann sind wir über Umwege da angekommen (erst noch
Zwischenstop in Humahuaca, wo es auch schöne Sachen zu sehen geben sollte. Aber
Camping auch so teuer und der Rest weit weg, also sind wir gleich weiter an die
Grenze zu Bolivien). Am Busterminal in La Quiaca wurden wir auf ein neues
Hostel angesprochen und haben es auch genommen. Mit noch 3 weiteren Deutschen
bekamen wir´s sogar ein bisschen billiger. Das Hostel war wunderschön, wie ein
eigenes Haus, mit super netten Leuten. Haben noch viele Tips bekommen und sind
dann endlich ins Bett.

Am nächsten Tag haben wir noch einen Argentinier mit ins Boot genommen, der
auch nach Bolivien unterwegs ist und die gleiche Reiseroute hat wie wir. Mit
dem sind wir dann schon einmal über die Grenze gelafuen (1km), da sie blockiert
war für Fahrzeuge. Streikende Ärzte von Bolivien. Normal also :D aber
Fussgänger konnten rüber. Nach ein bisschen einkaufen und rumgucken sind wir
dann nach Tupiza gefahren, unserem nächsten Ziel. Kurz vor Ankunft haben wir
noch ein paar Schafe gerammt (nix passiert, alle leben noch) und dann waren wir
da, endlich in Bolivien! Wieder normale Preise, wieder aufs Gepäck aufpassen,
wieder Strassenessen, wieder unsere Heimat :D

Hostel gesucht und billiges gefunden (zum Vergleich, wie zahlen gerade
2,50€ pro Nacht und Person). Und dann die langersehnte Salar de Uyuni-Tour
gebucht, 5 Tage Lagunen angucken und die Salzwüste durchqueren. Die Kosten
verschweigen wir hier mal dezent ;)

Ausflug zum Mirador mit unserer „neuen“ Gruppe (mit noch einem Deutschen
und einer Argentinierin gehts am Sonntag los) und danach beim Essen. Dann entstand
ein gemütliches Zusammensitzen mit Gitarre, argentinischem Folklore und Deutschem
Hans Söllner-Gesang.

In Bolivien sind wir reich... ...reich reich reich Und wir lernen Bändchenknüpfen :)

Am Sonntag gehts also los, 5 Tage im Jeep, an Lagunen vorbei, Fabrwechsel
angucken, auf einen Vulkan (fast 6000m hoch) kraxeln und sich von der Salzwüste
blenden lassen.


Bolivien, du hast uns wieder – und wir dich :D

Hippies, Cataratas und Montevideo

Donnerstag, 19.04.2012

Wir waren also bei Mari´s Kochaction stehen geblieben. Jede Menge Fleisch. Und ein bisschen Kartoffelsalat ;) Dann sind wir ein haus weiter gegangen mit den ganzen Köstlichkeiten, um gemeinsam mit ihrer gesamten Familie (Eltern, Nichten etc.) zu essen. Als wir ankamen nur kurzes Hallo und sofort haben sich alle auf das Essen gestürzt. Kein Danke, kein “Oh, wie lecker das aussieht”. Sie haben sich sogar am Schluss noch beschwert, dass Mari keine Torte gemacht hatte. Und wirklich auf sie gewartet haben sie auch nicht, denn sie hatten die erste Runde Essen schon verspeist bevor wir ankamen :D

Nun gut, mit vollen Bäuchen sind wir zum Busbahnhof um zu gucken, ob wirklich am Feiertag und die nächste Tage kein einziger Bus Fährt, wie Mari´s Familie behauptet hatte. Zum Glück hatten sie unrecht. Wir wollten ja evtl am selben Tag noch nach Puerto Iguazu. Aber nicht mit der Fähre, das war irgendwie eine Fehlaussage. Da Mari ganz still wurde und so traurig geguckt hatte haben wir einen Bus am nächsten Morgen gewählt. So waren beide Seiten mehr oder weniger zufrieden.

Als wir durdch die Stadt gefahren sind hat ein Mädchen am Auto gebetelt. Wir haben ihr 100 Guaranis gegeben (ca. 2ct). Kurze Zeit später kam die Müze wieder durch die offene Scheibe ins Auto geflogen. Sie wollte wohl mehr geld auf eine Schlag :D

Am Abend haben wir dann noch mit Maris Enkeln gespielt (3 an der Zahl, wohnen mit ihren Eltern in 1 Zimmer in Maris Haus. Herrlich verrückt, diese Familie). Zu unserem grossen Erstauen hatten die Kinder (5, 6 und 7 Jahre alt) noch nie vorher ein Kartenspiel gespielt. Da waren sie ganz aufgeregt, als wir ihnen „Kakerlakensuppe“ erklärt haben. Witziger Haufen.

Um 0:00 gabs von Jojo für Caro eine „Geburtstagstorte“ aus Oreo-Keksen mit Kerze drauf, ein Ständchen und dann ins Bett.

Nächster Tag: Geburtstag :D Noch dazu wurde ich am 06. 04. 24, was wiederum das Produkt aus 6 und 4 ist (6x4=24). Hier nur mal kurz angemerkt :P (Und wie Jojo grad bemerkt  ist 6+4+2+12 (von 2012) auch 24... lustig, lustig).

Also, Geburtstag. Ewig lang am Busbahnhof auf einen Bus gewartet, man hat uns die Falsche Uhrzeit gesagt. Wir wollten Mari dazu überreden, mit uns zu den Wasserfällen zu kommen, da sie ja sowieso den ganzen Tag nichts (und zwar wirklich nichts) macht. Aber sie hatte dann plötlich hundert tausend Ausreden, wieso es nicht geht und ihre Kinder und ihre Familie und bla bla bla. Wir wurden ziemlich wütend und haben aufgegeben, sie zu überzeugen. Sollte ja ein schöner Tag werden ;)

Ankunft in Puerto Iguazu in Argentinien. Erste Erfahrung: man darf im Busbahnhof nicht von einer Seite auf die andere Laufe (ca. 20m), sondern muss eine 3mal so langen umweg über eine Brücke machen... Hirnrissig. Aber wütendes Sicherheitspersonal pfeift einen bei heimmlichen Versuchen sofort zurück auf den Gehsteig.

Ziemlich leicht haben wir den Zeltplatz gefunden, den uns in Peru 2 Deutsche empfohlen hatten. Lauter „Hippies“ und „Bändchenknüpfer“ wohnen dort. Der Platz liegt quasi mitten im Dschungel und ist die billigste Wohnmöglichkeit in Puerto Iguazu überhaupt. Man konnte sich eine der vielen Plätze zwischen den Bäumen für sein Zelt aussuchen. Es gab eine Tiefkühl-Kühlschrank-Truhe, Bad mit Toilettenpapier (Luxus), Feuerküche mit Tischen und Aufenthalts-Unterstand. (Nur) Dort durfte man Gras rauchen! Und es gab einen Pool. Leider haben wir ihn nie benutzt.

Bad Küche Eine wirkliche Liane Grosse Blätter gabs da

Auf zum Geldholen. Was normalerweise keine 5 Minuten dauert stellte sich an diesem Tag als lange Tortur heraus. Die Kreditkarte funktionierte immer noch nicht. Nächste Schwierigkeit: Geöffnetes Internetcafé an einem Karfreitag finden. Und mit was zahlen? Also die letzten Guaranies gewechselt (hat eeeeewig gedauert, lauter Papierkrams). Irgendwan fündig geworden, Bankd angerufe, Problem geklärt und nach langer Zeit mal wieder mehr als 5€ im Geldbeutel gehabt.

Geburtstagsgönner: Pizza mit kühlem Bier : ) ein Gönner deswegen, weil Argentinien und noch mehr Puerto Iguazu mega teuer sind!

Dann gabs eine Siesta um Schlaf nachzuholen und danach haben wir das erste Mal Schach gespielt. Bzw. Jojo hats Caro erklärt und sie hat ihr Bestes versucht ;) Dazu gabs Wein (leider hatten wir den Wein aus Paraguay vergessen mitzunehmen...).

Am Tag darauf haben wir quasi schon fast den 3. Tag Geburtstag gemacht. Da wir am Tag zuvor so gestresst waren und auch etwas genervt durch die Banksache, haben wir das geplante Essen (gekocht von Jojo) also am 07. 04. gemacht. Ursprüngliche Idee: Frühstück an die Luftmatratze. Aber das war doch ein bisschen umständlich, da das Zelt den Hang runter weiter weg von der Küche lag.

Danach Ausflug in die Stadt, zum 3-Länder-Eck (da geht jede Tourireise hin). ein Baum mit dornigem StammKurz Brasilien, Paraguay und Argentinien auf einmal gesehen (:D), die Sonne genossen und dann gings auf die Suche nach Torte. Caro wollte unbedingt noch Torte (quasi zum Geburtstag). Gefunden, allerdings teuer. Aber der liebe Jojo hat sie ihr trotzdem geschenkt. Nach der Zuckerbombe auf zum Supermarkt, nochmal Wein kaufen ;) jetzt hat der schusselige Jojo die Kamera (schon zum 2. Mal) im Café vergessen. Aber da es so ein Luxusschuppen war, war sie natürlich noch da :D

Am Abend gabs dann also die Käsegnocchi und Wein.

Wunderbar ausgeschlafen, trotz mega Lärm vom Bach, der vorbeirauschte. Da wir was sehen wollten sind wir zu einer der Touristenattraktionen gegangen, Name: Aripuca. Leider war sie weder eine Attraktion noch 20 Pesos (knapp 4€) Eintritt wert (auch nicht die ergatterten 16 Pesos vergünstigter Preis). Ein bissche Gelände mit einer riesigen, aus uralten Baumstämmen gebauten Tierfalle und ein Teich mit einigen toten Fischen. Nun ja, wir haben ein bisschen Zeit vertan :D Aripuca

Am Abend haben wir Fladen mit Tomatenreis gemacht und uns mit einem Bewohner des Campingplatzes unterhalten, Gaston. Witziger Kerl, reist seit 20 Jahren, baut Pfeifen und anderes Zeugs was er dann verkauft. Er hat uns gezeigt, wie man aus Avocadokernen Gesichter schnitzen kann. So inspiriert haben wir uns später dann Schachfiguten aus Avocadokernen gemacht, die seitdem unser eigenes Schachspiel (das Feld ist aus dem Karton der gekauften Thermosflasche) kompletieren.

09.04.: Cataratas – Wasserfälle. Für Caro das zweite Mal, Jojos Premiere. Leider gabs nicht so viel Wasser, wodurch einige Wasserfälle gar nicht zu sehen waren. Trotzdem schöne Landschaft und Natur und immer noch atemberaubend. Wir konnten viele Tiere sehen: Affen, eine Haufe bunter Vögel (also nicht nur die Touris), ne Schildkröte und super viele Nasenbären. Am Schluss sind wir noch auf die Insel mitten im Fluss gelaufen und da ein bissche spazieren gegangen. Das war angenehm, da nicht mehr so viele Touris dort waren (hatte ja was mit körperlicher Anstrenung zu tun da hoch zu kommen :P). Dort haben wir sogar ein Gürteltier gesehen.

Fast die ersten bei den Wasserfällen :) der (leider flossen nicht alle Wasserfälle) Rieseameise Neugierige Viecher :D

Unverschämt hohe Preise haben sie für Ausländer: Mehr als das Doppelte!

Am Abend war dann nicht mehr viel los, Caro mit Migräne ins Bett und aus war der Tag.

Tags darauf waren wir den ganzen Tag mit Gaston unterwegs. Er hat uns Eingeborenendörfer und ruhige versteckte Stellen gezeigt, die er kannte. Wir haben einen Tucan gesehe (so´n Vogel mit riesigem buntem Schnabel und schwarzem Gefieder).

 

ein grosser Kaktus Blattschneiderameise

Am Abend gekocht, Gaston eingeladen und auf dem Bus nach San Ignacio gewartet.

Irgendwie gabs da Probleme mit dem Ticket und wir mussten bis 2:30 morgens warten, um in den nächsten Bus einsteigen zu dürfen.

Ankunft in San Ignacio. Alle schlafen noch. Irgendwie wollte wir dann doch nicht mehr zu den Ruinen da und über Nacht bleiben auch nicht, alles so teuer und auch nicht so interessant. Haben einfach den Tag vertrödelt mit Kaffee trinken, spielen, auf der Parkbank schlafen etc.

Am Abend gings dann weiter nach Concordia, schon an der Grenze zu Uruguay. Bei dem Bus, mit dem wir gefahren sind, gabs Abendessen in einem Restaurant. Luxus für uns.

Sowieso sind in Argentinien die Leute super freundlich und nett. Also so normal freundlich, nicht nur zu de Touristen. Angenehmes Klima, man kann überall fragen und bekommt fast überall kostenlos Wasser aus dem Wasserhahn (was hier auch wieder trinkbar ist).

In Concordia hat Caro (leider zu spät) gemerkt, dass sie einen ihrer Wanderschuhe im Busgepäckfach verloren hat. Der Bus war aber schon weg... Zum Glück war es kein Problem, die Agencia schickt ihn am nächsten Morgen mit den nächsten Bus zurück nach Concordia. Was fehlt...?

Beruhigt sind wir Frühstücken gegangen. Die nette Verkaufsdame hat uns einige Backwaren zum probieren geschenkt, weil wir nichts von den angebotenen Sachen kannten :D

Dann sind wir zum Campingplatz, die einzige bezahlbare Wohnmöglichkeit in Concordia, denn es gibt keine Hostels. Schöner Platz, am Fluss gelegen, jeder hatte eine Feuerstelle und eine Tischgruppe für sich. Und teuer wars auch nicht, also im vergleich zum Rest hier.

Erstmal alles waschen und Lüften, damit die Feuchtigkeit vom Dschungel rausgeht. Dann los um fürs Essen einzukaufen. Obwohl kein Touristenort mehr sind die Preise trotzdem noch sehr hoch, zu hoch für unseren Geschmack. Manchmal schon so wie in Deutschland. Haben trotzdem versucht Obst und Gemüse zu kaufen. Aber mit schmerzlich verzerrtem Gesicht. Auf den Rückweg zum Campingplatz haben wir gezetert wie die Spatzen :P Kein Bier und kein Fleisch eingekauft und trotdem so viel bezahlt. Das Bier konnte man nur kaufen, wenn man eine leere Flasche zurückgebracht hat. Woher man die kriegt... keine Ahnug :D unmögliches System. Haben dann doch noch etwas Fleisch eingekauft und uns ein Festmahl bereitet. Fleisch auf dem Grill, lecker!

Die Isomatte mal wieder geflickt (super schlechtes Material oder so, Montagsproduktion, lauter Löcher). Kerzen angemacht. Gute Nacht!

Frühstück: Polenta (Jojos Wunsch). Zum Terminal, Schuh abgeholt. Jucheee. Dann noch bissl rumgelaufen am Fluss. Hässlicher Strand, überall Schlamm. Irgendwann sind wir in ein teures Wohnviertel gekom men. Wollten eigentlich zu einem Park mit Ruinen, aber da waren lauter bellende Hunde in dem Viertel, also sind wir umgedreht und zurück zum Zeltplatz. Gekocht und Schach gespielt. Sonst nichts interessantes.

Aber alte Schätzle gibts:

14.04. Alles zusammengepackt, da wir heute weiterwollten nach Montevideo. Auf der anderen Seite vom Fluss war ja schon Uruguay. Leider sind wir zu spät losgelaufen und mussten also fast schon rennen, um rechtzeitig anzukommen. Caro hat Geld abgeholt und dabei gemerkt, dass die Kreditkarte gebrochen war :O. Noch dazu war der Bus schon voll und der nächste fuhr erst am Abend los, Ankunft in Montevideo am nächsten Morgen. Eine Pleite nach der anderen... verschwitzt und genervt mussten wir also den ganzen Tag am Busbahnhof rumhängen, da die Gepäckaufbewahrung auch schweine teuer war und wir nicht wirklich mit den schweren Rucksäcken durch die Stadt laufen wollten.

Erstmal haben wir die Kreditkarte wieder geklebt und ausprobiert. Funktioniert noch! Puh! Den Rest des Tages haben wir Schach gespielt (wirklich eine gute Möglichkeit, um unendlich viel Zeit totzuschlagen) und nichts getan.

Dann endlich in den Bus nach Uruguay. Zuerst nach Salto, dort 4h Aufenthalt (haben uns Kino gegönnt, das gabs da im Terminal-Einkaufszentrum). Und weiter nach Montevideo.

Dort haben uns Marta und Daniel abgeholt, Caros frühere Gasteltern. Glückliches Wiedersehen. Jetzt haben sie eine neue Wohnung, zentral gelegen in der Stadt, 10. Stock, geniale Sicht aufs Meer zu beiden Seiten. Vieles hat sich verändert in den letzten 8 Jahren, ist noch moderner geworden. Es gibt keine 5-Peso-Scheine mehr. Die kann ich also als Erinnerung aufbewahren :D

Gemeinsam gefrühstückt mit allen, erzählt. Die Familie hatte schon Pläne für den ganzen Tag. Aber kein Problem, wir haben die Rambla (Strandpromenade) unsicher gemacht. Caro erkennt so manche Strasse wieder. Am Abend haben wir Kartoffelgratin gemacht. Wir geniessen den Luxus hier Küche, Waschmaschine, Dusche und heiss Wasser, ewig viele (Flaschbild- und HD-) Fernseher, weiche Matratzen usw :D Das tut schon mal wieder gut. Und wir nutzen es in vollen Zügen aus.

    Früüühstück Kartoffelgratin

Am nächsten Tag haben wir ausgeschlafen wie schon lange nicht mehr. Und zur Feier des Tages (was für einn Grund? Keine Ahnung, einfach so :D) Fernseh geguckt. Nach einem herrlich reichlichen (und teuren) Früstück sind wir losgezogen um Caros früheres Taekwondo zu suchen und zu besuchen. Haben es auch gefunden, aber leider war alles verlassen... also sind wir noch ein bisschen in die Altstadt und haben etwas Angelzeugs für Jojo eingekauft.

Sehr wichtig hier: immer genau gucken, dass man keine Scheiben einrennt. Das ist Jojos grösste Sorge. Denn die sind hier so sauber geputzt, dass man sie manchmal gar nicht sieht. In Bolivien hat man jede Scheibe schon Meter im Voraus durch die ganzen Fingerabdrücke erspäht. 

Zurück „nach Hause“, zusammen gegessen mit der Familie: Canelones, gefüllte Pfannkuchen. Lecker!

Gestern sind wir wieder in die Altstadt und sind an einem Stand mit ganz vielen „Genie-Spielen“ hängen geblieben. Fast 2h haben wir versucht, die Tricks der verschiedenen Drahtspiele herauszufinden. Lustig, lustig. Haben zwei gekauft, für schlaflose Nächte oder lange Busfahrten :D

Caro ist am Abend mit Marta zum Einkaufen. Der Endbetrag hat fast eine Ohnmacht verursacht. 3000-irgendwas Pesos. Huiuiuiuiui. Danach gabs ein leckeres Essen! Jojo hat einen neuen Haarschnitt von Caro bekommen  Er tut nur so... :P  und der Rest des Abends wurde, wie die anderen zuvor auch, vom Fernsehn gestaltet. Der Wohlstand hat uns eingeholt... aber nicht für lange ;)

Heute ist endlich Baden im Meer/Fluss :D und am Abend wird bayrisch gekocht: Kartoffelknödel mit bayrisch Kraut, Fleisch und Sosse. Mjami :)

Cochabamba, Santa Cruz, Asuncion und Ciudad del Este

Donnerstag, 05.04.2012


Leider mussten wir La Paz irgendwann auch wieder verlassen, auch wenn es uns so gut gefallen hat.

Hier noch eine der Markthallen:   und eines unserer Zimmer mit dem ewig vielen Zeugs, das wir mitschleppen: 

Wir waren also auf dem Weg nach Oruro, um von dort aus den Zug nach Tupiza im Sueden zu nehmen und dann diese riesen Salzseen zu besichtigen. Das war der Plan ;) Auf dem Weg dorthin haben wir das erste Mal Fahrradwege und Schilder fuer Fahrraeder gesehen. Eine Sensation hier!

Als wir in Oruro ankamen waren wir etwas…ueberrumpelt von so viel Haesslichkeit. Ein ziemliches Loch, dazu noch Regen und ueberall Matsch und Ueberschwemmung und einfach nur Baeh. Caro hatte ploetzlich ueberhaupt keine Ahnung mehr wohin sie wollte… Jojo musste ran :P Hier wollten wir nicht bleiben. Also haben wir den naechsten Bus nach Cochabamba genommen. Nur weg hier :)

Dort sind wir um 21Uhr Abends angekommen und haben verzweifelt eine Bleibe gesucht. Waren schon ziemlich kaputt von der langen Fahrt, etliche Stunden im Bus. Haben das erstbeste Zimmer genommen, das frei war. Leider haben wir vergessen nach dem Preis zu fragen… es kostete 130 Bolivianos (ca 15 Euro) und war unser teuerstes Zimmer. Und es war es nicht einmal wert… Aber nun gut, wir waren zu muede um weiterzusuchen und sind schweren Herzens geblieben. Haben am naechsten Tag noch schoen geduscht im teueren Privatbad und sind erst in der lretzten moeglichen Minute aus dem Zimmer gegangen :D wenn schon denn schon. Danach sind wir im Zentrum rumgelaufen um eine neue Bleibe zu finden und haben waehrenddessen die Stadt etwas entdeckt. Was gefunden und umgezogen. Wollten dann ein Lokal ausprobieren, das im Lonely Planet empfohlen war, aber das gabs leider nicht mehr. Sind durch Zufall auf ein geniales anderes Restaurant gestossen, dort gab es ein geniales Menue, und noch dazu billig. Salatbuffet, Suppe, Hauptgericht und Nachtisch, alles fuer 15 Bolivianos. Leider war es zu viel fuer Caro (mal wieder). Doch als haetten sie es gerochen kamen bettelnde Kinder, dankbare abnehmer fuer Pommes und Co. Beide seiten waren gluecklich. Das Restaurant, sogar mit Garten

Cochabamba ist sehr schoen, aber auch viele Bettler sind zu sehen. Es ist wuseliger als in la Paz, mehr Leute auf den Strassen. Aber es gibt sehr viel Kultur zu sehen, Zeitschriften, Ausstellungen, Theater und Kino. Und schoene Parks und Plaetze.

Ravensburger Puzzle

Am Abend haben wir was zu Essen besorgt, die mega Kalorienbombe: einen Hyper-Doppel-Burger mit Pommes (fuer Jojo) und einen mit frittierten Bananen (fuer Caro). Dazu haben wir uns einen Wein gekauft. Leider war der ein totaler Reinfall, ultra suess und kaum geniessbar. Mussten ihn ohne was zu schmecken runterkippen :) aber Weggeschmissen wird nix :P

Da es im Hostel wiztigerweise verboten war, zu kochen, zu waschen und sonst irgendetwas zu machen, haben wir uns fuer das Fruehstueck auf die nahe Plaza verzogen. Da haben wir Kaffee gekocht und Fruechte und Brot gegessen (unter den neugiergen Blicken der anderen Besucher des Platzes). Eine Frau kam vorbei und wollte uns etwas verkaufen. Sichtlich benoetigte sie etwas Geld, denn sie sah nicht sehr wohlhabend aus. Wir haben ihr etwas Kaese geschenkt und ein paar Erdnuesse abgekauft. Dankbar zog sie ab :).

Dann in die Stadt, entdecken und gucken. Auf dem Hauptplatz haben wir eine Gruppe von Menschen entdeckt, die um einen Mann herumstand, der sichtlich engagiert was zu erzaehlen hatte. Daneben stand eine Wand mit lauter Zeitungsartikeln, die kommentiert waren. Es war wohl so eine politische Aufklaerungs-Bewegung, die die Leute dazu motivierte, mehr Zeitung zu lesen, sich generell mehr zu interessieren und mehr mitzumachen. Standen da ein bisschen und haben zugehoert. 

Danach haben wir einen Uruguayaner auf der anderen Strassenseite getroffen. Er hat Schmuck verkauft. Ist seit 1992 (mit 18 Jahren) zu Fuss unterwegs (mit einer Pause fuers Studium der Antropologie, insgesamt 12 Jahre, er hat bis jetzt 5 Jahre studiert). Laut seinen Aussagen koennte er in 15 Jahren in Guatemala ankommen. Aber er hats nicht eilig. Hat uns viel von Uruguay und dem Reisen dort erzaehlt, von der Freundlichkeit der Menschen und wie hilfsbereit sie gegenueber Wanderern sind. Angenehme Bekanntschaft.

Geregnet hats auch... (auf Jojos Wunsch das Bild :P)   

Danach haben wir ein paar Sachen zum Naehen gebracht, haben eingekauft fuer den schon fast traditionellen Salat am Abend und sind danach ins Kino gegangen, in den Stummfilm „El Artista“ (der Artist).  Das war eine ziemlich witzige Sache.

Schon beim Anstellen hat sich die „Graue Brut“ (wie Jo die Menschen hoeheren Alters liebevoll nannte) ohne jede Manier vorgedraengelt, als waere es ihr letzter Film. Noch dazu schienen es Leute aus gehobeneren Schichten zu sein. Wir also brav irgendwo eingefaedelt. Der Film selbst fing erst mit einer Stunde Verspaetung an (um waehrend dieser Stunde kamen immer noch Besucher neu in den Saal). Endlich gings dann los, aber nur kurz dnen nach 30 Sekunden riss das Filmband. Buhrufe, Stoehnen. Wieder warten. Manche sind gegangen. Neuer Versuch, diesmal klappte es. Aber nach kurzer Zeit gabs wieder Probleme, erneut Beschwerde, dann gings einigermassen gut weiter, mit mehr oder minder keinen Problemen.

Nach dem Film sind wir noch gegenueber von unserem Hostel in eine Bar gegangen, in der grad eine Jazzband gespielt hat. Aber nur kurz, weil das Hostal irgendwie schon die Tuer geschlossen hatte.

Naechster Tag. Wieder Fruehstueck auf der Plaza, wieder die Frau. Diesmal haben wir sie zu einer Tasse Kaffee eingeladen und ein bisschen mit ihr geredet. Als sie gefragt hat, ob wir evtl Kleidung oder Schuhe haetten fuer ihre Kinder sind mir schmerzhaft meine Schuhe eingefallen, die ich in La Paz im Zimmer hab stehen lassen, weil sie mir Blasen gegeben haben. Wir haben der Frau dann aber eine Stange Bonbons zum 5fachen Preis abgekauft, quasi als Entschaedigung.

Ein bisschen Markt haben wir auch mal wieder besucht. 

Zum Busbahnhof gelaufen und den fruehstmoeglichen Bus (leider auch erst Nachmittags) Richtung Santa Cruz gebucht. Wir wollten eigentlich in einem Dorf ca. 60km vor Santa Cruz aussteigen, um da ein bisschen zu laufen und zu campen, aber die Landschaft sah nicht sehr einladen aus, somit sind wir weiter bis nach Santa Cruz gefahren. Ausserplanmaessig. Also wussten wir auch nicht, wo wir schlafen sollten. Mit dem Taxi um 2e Nachts umhergeirrt,bis wir ein billiges Hostel gefunden haben. Endlich schlafen :D

Naechster Tag, wie gefordert ausgecheckt und Rucksaecke im Hostel gelassen, um in die Stadt zu gehen um Futter zu suchen. Wir wollten unbedingt Chinesisch essen (also brauchten wir ein sogenanntes Chifa-Restaurant). Haben ewig gesucht, es schien so als gaebe es ueberall nur Frittiertes Haehnchen. Haben bei der Essenssuche eine Essenspause eingelegt und eine Yuka Rellena gegessen (eine Kugel aus Yuka-Brei gefuellt mit Kaese oder Fleisch, frittiert). Endlich haben wir dann auch Chinesisches Essen gefunden. Bestellt, gegessen und ploetzlich war Caro schlecht. Natuerlich wieder den Rest eingepackt und mitgenommen (leider haben wir keinen gefunden, der das Essen brauchen konnte).

Spaeter zum Busbahnhof, spontan Bus nach Asuncion in Paraguay gebucht (18h Fahrt, eigentlich wollten wir ja langsamer Reisen. Aber es erschien billig und praktisch).  Nette Verkaeufer.

Dann zum Zoo, wir hatten ja Zeit. Erster Eindruck: zu kleine Gehege fuer Raubtiere und Voegel, keine Freude, es anzugucken. Das gibt eine Notiz an den Reisefuehrer. Schoen gruen ist er trotzdem. 

Zurueck im Hostel, wir bleiben doch noch eine Nacht, schoenes neues Zimmer bekommen :D Im Hostel kostet uebrigens die Benutzung der Kueche und des heissen Wassers extra. Aber es nennt sich trotzdem Backpackers Hoste. Was fuer ein Witz! 

Am 1. April haben wir nicht viel gemacht, rumgeduempelt bis der Bus abfuhr. Zum Terminal gefahren. Und hier begann die Odyssee. Es schien wie ein Aprilscherz der Ach-so-netten-Verkaeufer. Statt des Versprochenen Bus-cama (Bus mit Sitzen, die man weit zurueckstellen kann), der Klimaanlage, dem Film und der Stewardess an Bord gab es eine Rottelkiste mit nichts von alledem. Caro hat gleichzeitig geweint und gelacht vor Pein und Wut :P Keiner der Insassen hat sich beschwert, nur ausgeharrt. Aber alle wurden auf gleiche Weise abgezockt wie wir. Nun gut, es blieb uns nix anderes uebrig als (schlussendlich) 22h im Bus auszuharren.   

Am Zoll von Paraguay mussten wir uns aufstellen wie beim Militaer: eine Reihe Passagiere, eine Reihe Gepaeck. Dazu gabs einen Drogenhund, weil wir ja so gefaherlich waren. Unsere Rucksaecke wuerden total in den Dreck geworfen.

Irgenwann waren wir dann da, in Asuncion. Haben uns mit einem englischen Paar zusammengeschlossen, die auch einen Geldautomaten und ein Zimmer brauchten. Leider hatte ich kein Glueck beim Geld abholen, „Karte gesperrt“, keine Ahnung wieso. Haben die letzten Bolivianos umgetauscht, um Taxigeld zu haben.

Das billigste und doch fuer uns teuerste Zimmer genommen (20 Dollar fuer beide zusammen) und weiterhin versucht, Geld zu kriegen. Leider ohne Erfolg, selbst mit der Unterstuetzung von einer Horde Studenten, die gerade unterwegs waren. Mit Blackberrys und was fuer Elektronikgeraeten ueberall um Rat gefragt, aber nix ging.

Wir haben im Hostel ein anderes englisches Paar nach ihrem Laptop gefragt, um ueber Skype die Bank anzurufen, aber nach 3 Minuten kam „internatl error“, keine Verbindung mehr, wieder nix. Dann der Einfall, mit der EC-Karte Geld abzuholen, und siehe da, es funktioniert (leider aber mit horenden Kosten). Zumindest konnten wir endlich was essen gehen und beruhigt das Zimmer bezahlen. Der Englaender hatte uns davor noch 100.000 Guaranis geliehen/geschenkt (die Waehrung ist hier 1 Euro zu 5300 Guaranies) und hat im Gegenzug unsere letzten Bolivianos bekommen. Dann sind wir mit ihnen Essen gegangen und sie haben us herrliche Geschichten von ihrer schon 9 Monate andauernden Weltreise erzaehlt.  Sehr Witzige Leute.

Teuerer aber guter Schlaf. Am Morgen sind wir allerdings schon weiter gezogen, denn die Verlockung der Wasserfaelle in Argentinien/Brasilien laesst einen doch schnell weiterziehen. Haben einen Bus in das Dorf Mallorquin genommen, von da aus wollten wir mal wieder versuchen zu laufen und campen. Wir haben aber keine Wanderkarte, also war es nur eine Vermutung, dass es noch andere Strassen als die grosse geben koennte. Aber es sollte sich herausstellen, dass dem nicht so ist. Hier gibts nicht wie in Deutschland mehrere kleine Wege, sondern nur eine Strasse. Der Rest ist Dschungel mit manchmal Raubtieren, also wollten wir auch nicht auf eigene Faust am Fluss entlang.

Von Mallorquin sind wir also losgelaufen, 1h lang, Landeinwaerts, rote Erde, staubig, heiss.   

Irgendwann hielt ein Pickup neben uns, die Frau wollte wissen wohin wir wollen. „Zum Fluss??? Aber wieso denn das? – steigt ein!“. Also haben wir alles draufgepackt und sind mit ihr und ihren Kindern zu deren Haus gefahren. 

Dort grosse Beratung mit allen (ziemlich vielen ) Anwesenden. Am Fluss gaebe es keinen Weg, da waere nichts, das naechste groessere Dorf waere 70km entfernt. Irgendwie ging unser (nichtcwirklich durchdachter Plan) nicht auf. Also sind wir dort geblieben, haben unser Zelt aufgeschlafen, etwas gekocht und uns mit der Familie unterhalten.

Am naechsten Tag hat die Frau uns zu ihrem gerade fertig gekochten Gericht eingeladen: „Kommt, es ist alles vorbereitet zum probieren!“ (Ach ja? Wussten wir nicht :D). Huehnchen in Sosse mit Mandioca (quasi Maniok, ein Wurzelgemuese aehnlich wie Kartoffeln). Gut gestaerkt sind wir also den ganzen Weg vom Vortag wieder zurueck gelaufen, da es einfach nicht weiter ging.   (eine getrocknete und ziemlich platte Schlange)

Also sind wir doch in einen Bus eingestiegen nach Ciudad del Este. Von dort aus sollte es weitergehen. Wir sind anscheinend durch die Stadt gefahren, in die wir eigentlich wollten (Presidente Franco) und haben es aber gar nicht gemerkt.

Von Ciudad del Este wollten wir also nach Presidente Franco laufen. Aber irgendwie wusste keiner genau, wie weit es weg liegt. Deswegen haben wir verschiedene Leute gefragt und ein Fussballspiel draus gemacht. Der FC Lejos muy muy (FC Sehr Sehr Weit Weg – ca. 20km) gegen den Club Cerca (Club nah – ca. 2-4km). Spannendes Spiel, doch der Club Cerca setze sich in den letzten Spielminuten souveraen mit 2 herausragenden Toren ab. Entstand also 5:3 fuer den Club. Wir laufen  :D

Ciudad del Este stellt sich als auesserst haesslich heraus. Irgendwann glauben wir, in Presidente Franco zu sein (Ciudad del Este geht quasi in Presidente Franco ueber), deswegen fragen wir, wo wir am besten Zelten koennten. Noch mal 5km weiter, heisst es. Puh. Es ist heiss, wir haben hunger, aber gut, laufen wir los.

Mit „Guten Tag“ begruesst uns ein netter, lustiger Kerl im Vorbeigehen. Pedro heisst er uns und erzaehlt uns, dass er als Musiker 25 Jahre in Europa rumgetourt ist und auch in Deutschland war. Begeistert von unserem Sportsgeist und Engagement erzaehlt er uns von seinen reichen Verwandten und dass sie groesse Flaechen haben, woe wir das Zelt aufbauen koennten. Aber nach einem Telefonat mit seiner Freundin will sie uns unbedingt bei sich haben (hat sonst nicht viel Gesellschaft). Und schon hatten wir wieder einen Schlafplatz fuer die Nacht.

Mari(a), die Freundin, ist ganz gluecklich, Besuch zu haben. Auf dem Rueckweg vom Essen erzaehlt sie und ein bisschen aus ihrer Lebensgeschichte, die einer Soap gleichte (wie die peruanische „Al fondo hay sitio“). Ihr Freund Pedro hat seit vielen Jahren eine Frau, mit der er auch 2 Kinder hat. Diese Frau hat allerdings auch noch einen Liebhaber nebenher, mit dem die wiederum ein Kind hat. Pedro wir noch dazu von vielen als Hexer bezeichnet. Mari selbst ist eine gute Seele, vielleich manchmal zu gut, scheint wohl sehr unter dem Macho-Gehabe von Pedro zu leiden. Sie ist mit Pedro auch durch Europa getourt (5 Jahre lang) und ist seit 9 Monaten wieder in Paraguay, macht aber den ganzen Tag NICHTS. Somit dreht sie ziemlich auf, seit wir da sind.

Wir haben bei ihr das Zelt aufgebaut, Kartengespielt (Mari wollte leider nicht mitspielen) und uns mit den Hunden vergnuegt. Einer davon heisst Doggy und ist so ein kleiner wintziger Hund, verspielt und noch ein Baby. Der andere heisst Choky und war wohl mal Zirkusartist, er dreht sich naemlich jedesmal wie wild um sich selbst, wenn ein Auto vorbei faerht.

 (witzige Abdruecke von den Socken und der roten Erde)

 (der kleine Hund)

 (Mari)

Heute ist Gruendonnerstag und Mari ist schon seit Stunden am kochen, jede Menge Fleisch. Das wird bestimmt lecker. Wir haben noch ein paar Einkaeufe gemacht um fuer die kommenden Feiertage geruestet zu sein, sollten die Geschaefte geschlossen haben.

Der Plan ist, dass wir heute Abend noch nach Puerto Iguazu fahren (mit Boetle ueber den Fluss hier und schon sind wir da) um dann morgen schon vielleicht bei den Wasserfaellen zu sein. Und wenn nicht, bleiben wir wenigstens in Puerto Iguazu in Argentinien :D

Obwohl wir einen Plan hatten hats halt doch nicht immer geklappt. Aber es ist doch noch gut geworden, bis jetzt :D

Death Road and Huayna Potosí

Montag, 26.03.2012


Nicht viel getan an diesem Tag, dem 19. März. Sind in der Stadt rumgelaufen, haben einen Streik beobachtet, irgendwas mit den Arbeitern in der Zuckerfabrik oder so. Sonst nix Spektakuläres.

ein bisschen Strassenrandleben :)

Am nächsten Tag gabs dann die erste Herausforderung. An diesem Tag sind wir nämlich früh aus den Federn, um auf Mountainsbikes die Death Road runter zu heizen. Diese Strasse gibts seit 75 Jahren und ist mit die gefährlichste der Welt, aber eher für den grossen Schwertransportverkehr als für uns mit den kleinen Fahrrädern. Manchmal gabs da nämlich ein Entgegenkommen von zwei Lastwagen, und das ging  auf einer steilen Schotterstrasse mit ca. 3,5m Breite nicht immer glimpflich aus.

Aber jetzt gibt es eine neue, geteerte Strasse, seit 2007. Die eigentliche Death Road (“camino de la muerte”) ist jetzt fast nur noch für den Tourismus und ab und zu einige lokale Busse und LKWs.

Wir haben es also gewagt uhnd sind mit einer Agentur bis zum höchsten Punkt gefahren, um dann von dort aus ausgerüstet mit allerlei Helmen und Schonern erst einmal das erste Drittel auf asphaltierter Strasse runter zu düsen. Ziemlich witzig. Man kriegt aber durch den Gegenwind gar nicht richtig Geschwindigkeit drauf. Hat dann zwischendurch auch mal geregnet und mit Nebel hat man dann gar nichts mehr gesehen.

Nach einem Snack gings dann auf die eigentliche Death Road. Schotterstrasse mit ziemlich steilem Abhang links. Aber es war troztdem genial. In zwei verschiedenen (Geschwindigkeits-) Gruppen sind wir die Strasse runtergedüst, sind grossen Steinen ausgewichen, unter Wasserfällen durch, haben witzige Fotos gemacht und ab und zu, wenn es der Weg erlaubt hat und es nicht gerade eine “tödliche” Kurve gab, die Aussicht genossen.

Speedy-Caro Waterfalls on the way Wazzup?

Nach geschaffter Abfahrt gabs dann die Belohnung, Essensbuffet und Swimmingpool in einem Hotel, all inclusive in der gebuchten Tour. Am Nachmittag gings dann 3h zurück auf der neuen Strasse nach La Paz. Haben ein nettes holländiosches Pärchen kennen gelernt und uns mit denen unterhalten, gute Tipps erhalten für unseren weiteren Weg.

Am 21.03., also am Mittwoch, haben wir uns mal an unsere Wäsche gemacht. Aber nicht selbst gewaschen, sondern Waschen Lassen… Luxus :D

Dann sind wir zu einem Aussichtspunkt mit Namen “Killy Killy” gelaufen, haben die Aussicht genossen und ausgeruht.

Danach haben wir unser verdientes T-Shirt von der Death Road Abfahrt abgeholt mitsamt CD mit Bildern.

Spontan haben wir eine Tour zum Berg Huayna Potosí gebucht. Caro war noch nicht so ganz überzeugt, aber das sollte sich ändern. Dann noch mehr Luxus mit Kino am Abend : )

Am nächsten Tag gabs wieder nicht viel zu berichten, haben noch nötiges Equipment für die 3-tägige Bergtour eingekauft und am Abend quasi die Henkersmahlzeit mit Forelle gekocht.

Und dann wars auch schon soweit: der Huayna Potosí.

Am Morgen zur Agency, dort haben wir unseren Guide “Supermario” (eigentlicher Name Mario) getroffen und das restliche Equipment anprobiert. Dann los zum Basecamp mit dem Auto. Dort haben wir was gegessen, 2 Israelis getroffen und gemeinsam mit denen ein bisschen Eisklettern gemacht, mit Pickel und Steigeisen etc. Am Abend gabs nicht mehr viel zu tun, wieder Essen (das sollte noch zur Tortur werden, das ständige Essen) und Mühle und Karten aus Papier gebaut und dann ab ins Bett, ausruhen.

Still a lady with all that stuff on Jojo Caro  

Am nächsten Tag sind wir 2h zum Campo Alto auf 5180m gelaufen, mit Rucksack und Ausrüstung aufm Buckel.

  view from High Camp

Das wars auch schon für den Tag, abgesehen von (schon wieder dauernd und viel) Essen, spielen und mit Canadischer Gruppe und den Israelis unterhalten. Abends um 5e gabs Abendessen und dann um 6:30pm ins Bett, versuchen zu schlafen, weil es nämlich um 12:00 Mitternachts wieder rausging. Alles anziehen, was man an Klamotten und Ausrüstung mit hatte, warmes Wasser und (wie sich später heraus stellen sollte viel zu viele) Snacks eingepackt, Stirnlampe auf, Steigeisen an und los. Das war der Plan, und bis hierhin klappte alles wunderbar. Allerdings waren Caros Steigeisen launisch und verlangten von unserem Super-Guide Supermario einige Tricks ab, bis wir dann endlich als letzte von 5 Gruppen losziehen konnten. Aber Supermario heisst nicht umsonst so. Seine Technik, wie er uns sagte, sind viele kleine Pausen. Und es sollte sich bewahrheiten…

Nach 4 anstatt den veranschlagten 5 bis 5 1/2h sind wir trotz permanenter (leichter bis mittelschwerer) Übelkeit und “leeeeento nomas” (also immer schön langsam) an allen Gruppen vorbeigezogen und kamen gemeinsam mit dem (mittlerweile nur noch einsamen) Israeli auf der Spitze des 6088m hohen Giganten an. Allerdings gab es davor noch eine “kleine” Hürde für unsere Caro: der besch***(bescheidene) Gipfelgrad mit ca 100m länge, bei dem es rechts ca. 300m und links 100m in die Tiefe ging. Trotz Dunkelheit war das gut zu erahnen. Irgendwie sind wir gemeinsam angekommen. Und, oh Überraschung, zu früh für den Sonnenaufgang. Also mussten wir warten. Ca. 30 Minuten, in denen einem die Hände und Füsse langsam zu Eisklumpen wurden. Das auftauen danach war unbeschreiblich schmerzhaft!!!

The summit The horrible part for Caro ;)   Our guide Supermario :D Our friends from Israel

Beim Abstieg, Caro mit Hilfe des mitleidig-belustigend-lachenden Supermario ohne grössere Panikattacken über den Grad wieder auf “festerem Boden” angelangt, haben wir dann den Sonnenaufgang bewundert. Und sogar einige Blicke rechts und links in die Abgründe gewagt. Herrliche Aussicht, man könnte fast sagen “das war´s wert” :D.

Runter ging leicht, mit Fotopausen für herrliche Bilder. Teepause im Campo alto und fast ohne Verzögerung runter zum Campo Base. Also quasi in 9h auf 6088m und wieder runter auf 4800m. Wir waren allerdings nicht so kaputt wie erwartet. Das Anstrengendste war nur die Atmung da oben in der dünnen Luft.

Aber jetzt wissen wir wieso Mario “Supermario” gegannt und auch an den Wänden der High Camp Hütte hochgelobt wird. In 4 Rekordstunden ohne grössere Anstrengung auf den Berg : )

Zurück im Hostel erstmal ne Runde geschlafen, dann einen mega leckeren Salat gemacht (endlich, denn das Frühstück um Mitternacht mit einem halben Brötchen und das halbe Snickers auf dem Weg hoch waren schon längst Vergangenheit) und genüsslich vor dem Fernseher (was für ein Luxus) und im Gespräch mit noch einer Deutschen  entspannt.

Morgen gehts weiter von La Paz aus nach Oruro, um dort evtl den Zug zu nehmen nach Tupiza, von wo aus wir den grossen Salzsee Salar de Uyuni zu besuchen.

Nach 1 Woche La Paz bleibt immer noch viel zu entdecken, wie wir heute festgestellt haben :D

Puno, Copacabana, Isla del Sol und La Paz

Montag, 19.03.2012

Sodala. Mal wieder gibts Neuigkeiten von uns.

Wir waren also in Nazca bei der Bussuche stehengeblieben. Haben es erfolgreich nach Puno geschafft, mit 3 verschiedenen Bussen und 20h Fahrt.

In Puno haben wir uns nach einem Campingplatz erkundigt und sind in Chucuito, einem kleinen Dorf ca. 20km ausserhalb von Puno, fündig geworden. Im majestätischen Garten von einem netten, verpeilt-aussehenden Mann durften wir unser Zelt aufschlagen und sogar Toilette und (wenn wir wollten), Küchenmöglichkeiten benutzen. Und das alles für 5 Soles pro Person pro Tag. Geschenkt!

Oben auf dem Berg des

Leider wurde uns nicht Bescheid gesagt, dass es zwei Hunde auf dem riesen Anwesen gibt. Die durften wir dann in dere Dunkelheit kennenlernen, keiner von uns war sehr erfreut darüber, weder die Hunde noch wir :D

Am nächsten Tag sind wir im Kalten aufgewacht. Caro mega erkältet und genervt. Die Hunde stellten sich als lie bund nett  heraus.

Nach aufwärmen mit Tee etc. Haben wir uns vorgenommen, nach Puno zu laufen. Hatten nicht ganz bedacht dass es ja shcon mit dem Auto 20Min Fahrtzeit sind. Nach 1,5h Weg haben wir aufgegeben und sind den Rest mit einem der vorbeifahrenden Combis gefahren.

Puno liegt übrigens auf 3850m.

In Puno sind wir ein bischen ziellos rumgelaufen, haben Zeugs gesucht und sind schliesslich auf einen riesigen Artesania-Markt gestossen. Unendlich viele Reihen von Ständen, die alle das Gleiche verkaufen: Stoffzeugs aus Wolle und Alpaca, zu Spottpreisen. Dort haben wir uns erst einmal Handschuhe, Mützen etc gekauft. Dann noch ein bisschen am Titikakasee gechillt und geplant und einen Bus nach Yunguyo gesucht.

Zurück im Zelt haben wir am Abend noch gekocht und sind früh ins Bett gegangen. Sobald es dunkel wird gibt es einfach nicht mehr viel zu tun im Zelt : )

Am nächsten Tag wollten wir eigentlich noch auf eine Insel gehen, aber das Wetter war eher schlecht, also haben wir alles zusammengeräumt und sind gleich nach Yunguyo gefahren. Dort haben wir was gegessen um Kraft zu haben für den kleinen “walk” zur bolivianischen Grenze (ca. 2km). Dort haben wir die ganzen Formalitäten mit visum und Geldwechseln erledigt uns sind bestückt mit bolivianischen Bolivianos nach Bolivien rein marschiert.

Von dort aus haben wir einen “micro” (kleinen Bus) nach Copacabana genommen.  In Copacabana haben wir schnell ein Hostel gefunden und haben uns, aufgrund der niedrigen Preise, ein Luxusmenü gegönnt: Alpacafleisch und “ensalada criolla”. Ausserdem haben wir nochmal ein bisschen in den Läden gestöbert und Kleinigkeiten gekauft.  

Hier gibts ein leckeres Getränk: warmer Maissaft. Nur zu empfehlen : )

Am Tag darauf haben wir morgens früh unser Zeugs aussortiert um nur das Nöitigste auf die Isla del Sol mitzunehmen, auf der wir eine Nacht im Zelt übernachten wollten. Den Rest konten wir ohne Probleme im Hostel lassen.

Mit dem Boot ging es 1h lang auf dem See bis zur Insel und dort sind wir dann 3,5h vom Süden in den Norden gewandert. Herrliche aussicht, wunderschöne Landschaft, einfach genial! Tolle Trekkingwege. Auf der Wanderung folgte uns dann ein Hund aus dem Dorf, den wir Spasseshalber Cusco getauft  haben. Der war uns auch ganz treu, ist nur uns hinterhergelaufen. Wir fanden das witzig, bis e reine Schafherde aufgeschreckt hat und der wütende Schäfer uns sonst was antun wollte. Irgendwie haben wir den Hund dann auch wieder aus den Augen verloren : )

Im Norden haben wir einen perfekten Zeltplatz gefunden. Direkt am Ufer des Sees, geschützt vor neugierigen Blicken und mit eigenem Steg. Zelt aufgebaut, Wasser gefiltert (mit Jojos Filter wird Seewasser trinkbar :D) und danach über 1h gebraucht um ein Feuerchen zu machen, damit wir Essen kochen konnten (das Problem: das es kaum Bäume gibt, gibts auch kaum angeschwemmtes Holz). Irgendwie hatten wir dann schlussendlich was im Magen, haben noch ein bisschen Postkarten geschrieben und dem Sonnenuntergang zugeschaut. Auch wieder früh ins Bett.

Cusco Wasser filtern Essen machen :)

In der Nacht gabs ein heftiges Gewitter, das kam von beiden Seiten und mit Regen und sogar Hagel, wie wir am nächsten Tag festgestellt haben. Aber das Zelt hat gehalten und uns war nicht kalt!

Am nächsten Morgen gabs erstmal ein para Morgenübungen und ein Bad im (gar nicht mal sooo eiskalten) Titikakasee. Frühstück und zusammenpacken und wieder auf in den Süden, von wo aus das Schiff am Nachmittag Richtung Copacabana gefahren ist.  Auf dem Rückweg sind wir an einem Rodf vorbeigekommen, welches nah am anderen Zeltplatz war. Dort haben wir nochmals ausgiebig gefrüstückt und ein neues Getränk probiert: Coka Quina. Schmeckt wie Cola, nur viel besser! Leider haben wir uns ein bisschen verlaufen und sind quer über die Insel zurück gelaufen. Sind aber trotzdem angekommen. So langsam haben wir uns auch an die Höhe gewöhnt, wir klingen nicht mehr wie Asthmapatienten beim Berg hoch laufen :D

Auch Caro kann tragen :P 

In Copacabana haben wir genüsslich geduscht, Forelle gegessen (typisches Gericht hier) und neues Bier probiert. Lecker! (sagt Jojo, Caro  konnte nicht so viel schmecken, immer noch nervig erkältet)

Nach einer weiteren und auch der letzten Nacht in Copacabana haben wir dann noch einmal ewig viel Wasser gefiltert (wir müssen mehr trinken… klingt logisch, ist aber nicht so einfach, wenn man dauernd friert), Defekt vom Filter gesucht und gefunden! Und dann gefrühstückt: Pizza mit Kaffee. Jaja, die Mischung war nicht sooo der Renner, wie sich später noch herausstellen sollte.

In Copacabana wurden an diesem Sonntag lauter Autos geweiht. Seltsames Schauspiel: die Autos werden mit allerlei Blumenzeugs gescmhückt und dann kommt der Pfarrer und segnet das Auto. Irgendwo hört man dann noch Feuerwerksgeknalle, wieso haben wir nicht rausgefunden.  

Dann schon wieder los und mit dem Bus nach La Paz, Hauptstadt Boliviens. Auf der Fahrt machte sich das Früstück und die spätere Kombination aus Nachos mit Cola bemerkbar. Nicht empfehlenswert! Sehr schmerzhaft (bei Caro, nicht bei Jojo :P).

In La Paz angekommen. Erster Eindruck: nett, freundlich, gemütlich, trotzd so vieler Menschen. Nach ein bisschen rumlaufen haben wir auch ein ziemlich cooles Hostel gefunden.

Ach ja: hier sind typische Wegbeschreibungen: a 2 o 3 cuadras (2 oder 3 Häuserblocks weiter), egal wie weit es ist. Und bei nachfragen sinds immer noch die gleichen 2 oder 3 Blocks :D oder man muss einfach “de freeeeente” laufen (immer geradeaus).

Ums Hostel rum gibts zum Essen leider fast nur “Pollo Frito”, fritiertes Hühnchen. Nichts da mit “einheimischem Essen”…

Gestern sind wir dann noch ein bisscen ums Hostel herumgelaufen und haben schöne kleine Strassen entdeckt, in denen es allerlei Zeugs zu kaufen gibt: Lama-Föten (als Opfergabe für die Pachamama (Muttererde), genauso wie heiliges Holz und andere Glücksbringen. Und einen Kaktus kann man kaufen, der einem hilft zu halluzinieren. Interesante Sachen!

Graffiti in La Paz das Hostel ein schon etwas grösseres Lama-Baby

Wahrscheinlich bleiben wir ein para Tage hier in La Paz, es gibt viele tolle Sachen zu machen. Z.B. den “Camino de la muerte” (the Death Road) mit dem Fahrrad runter fahren, oder Motorrad fahren lernen und durch die Berge cruisen. Wer weiss, zu was wir uns aufraffen.

Ahoi und Glück auf :D

 

Trujillo, Huaráz, Lima und Nazca

Montag, 12.03.2012

 

Am Mittwoch, 07.März, waren wir dann doch nicht wie geplant in der Lehmziegelstadt. Wir haben uns stattdessen für eine kleine Touri-Tour entschieden, die ging zu zwei Tempeln in der Wüste, ca. 30 Minuten von Trujillo entfernt: Huaca del Sol und Huaca de la Luna. Das war ein tolles Ereignis, wieder bei so einer  Ausgrabungsstätte zu sein. Diesmal sogar noch viel größer und noch nicht fertig ausgegraben. Während unserer Besichtigung haben nebenan die Archäologen und Helferleins fleißig weiter Mauern und andere Dinge freigelegt. Den Tempel Huaca del Sol, der größere von beiden, konnten wir leider nicht besuchen, da seit Anfang März die Investigationen dazu wieder aufgenommen wurden und wahrscheinlich erst 2014 abgeschlossen werden.

Huaca del SolJojo würgt SklaveZeremonieplatz-Wandfast gleichgross :P

Wir konnten viel über die Kultur, die diese Tempel erbaut haben, erfahren. Vieles ähnelt der Ausgrabungsstätte, die wir am Tag davor besucht haben. Jojo und ich fanden diese aber viel schöner, das Museum zur Stätte war dem Design angepasst und kein herzloser Betonklotz wie das Museum der Señora de Cao.

Am Nachmittag sind wir dann noch fröhlich durch die Straßen von Trujillo gestiefelt und haben mal wieder Einkäufe erledigt. Außerdem wollten wir einen Abnehmer für Jojos großes Badehandtuch finden. Es erschien ihm dann doch zu groß und schwer zum mitschleppen. Und da es an Bettlern und bedürftigen auch in Trujillo nicht fehlt, sind wir also mit dem Handtuch unterm Arm durch die Straßen gezogen. Schnell hatten wir unser "Opfer" gefunden: ein alter Mann saß auf dem Gehsteig und bettelte mit einem riesen Strohhut. Ich hab ihn gefragt, ob er denn ein großes Handtuch gebrauchen könnte, wir würden ihm eines schenken. Daraufhin nach einigem Zögern die verblüffende Antwort: Lieber die Frau dort drübern (und zeigte auf die gegenüberliegende Straßenseite zu einer bettelnden Frau, die Bonbons verkaufte). Das erstaunte uns so sehr, dass wir ihm gleich einen Sol in den Hut geschmissen haben. Die Frau auf der anderen Straßenseite hatte verkrüppelte Hände, nahm das Handtuch sichtlich dankbar an und bettelte dennoch um etwas Geld. Ein Handtuch füllt nun einmal nicht die Mägen der anderen Familienmitglieder.

Über Nacht sind wir dann nach Huaráz gefahren mit dem Bus. Gleich nach dem Aussteigen kam einem eine Horde Leute entgegen, die einem Taxis, Hotels und sonstige Unterkünfte anboten. Wir wollten erstmal nur unser Gepäck haben und uns etwas wärmer einpacken, da es um 8 Uhr morgens in Huaráz auf 3080 Metern doch etwas frischer ist als in Trujillo (die Stadt mit dem Frühling :) ). Nach einer kleinen Weile sprach uns eine Frau an und bot uns ein Zimmer für 15 Soles pro Person an. Sie klang nett und freundlich und bot sogar an, dass wir zur Pension laufen könnten. Da wir nichts geplant hatten und uns auch erstmal an die Höhe gewöhnen wollten, sind wir also mit ihr mitgegangen. Die Pension war ein Haus mit vielen Zimmern und verwinkelten Gängen, wir bekamen zufällig ein 4-Bett-Zimmer (da kein anderes mehr frei war) und die Guía (auf schlechtem Deutsch Führerin) hat uns gleich die Schmankerl der Hostel-Lage gezeigt: die atemberaubende Aussicht auf die schneebedeckten Berge der "Cordillera Blanca" Perus.

Huascaran vom Hostel aus

Da befindet sich auch der Berg, den Jojo im Mai/Juni besteigen will :) Die Pension gefiel uns, die Leute waren nett, verstanden unseren Wunsch, billiger einzukaufen und haben uns zu Second-Hand-Verkäufern geschickt. Es gibt eine Selbstbedienungs-Küche und Waschmöglichkeiten und jede Menge Freiraum und Dächer, auf denen man Frühstücken kann (wie wir am nächsten Morgen).

Blick auf die Stadt Huaraz

Am gleichen Morgen noch haben wir uns von der Guía zu einer Ganztagestour überreden lassen. Das war anstrengend, weil wir im Bus nicht wirklich viel geschlafen hatten. Aber auch wunderschön. Wir sind in ein Dorf gefahren, dass bei einer Erd-Lawine, die durch das starke Erdbeben 1970 ausgelöst wurde, fast komplett überrollt wurde. Es stehen noch ein paar Palmen von damals, ein zerdrückter Bus ist zu sehen und die Reste der Kathedrale. Beängstigend, die Geschichten zu hören. Nur 10% der Bevölkerung des Dorfes hatte damals überlebt. In Huaraz selbst sind durch das Erdbeben 50% der Bevölkerung gestorben und 90% der Häuser zerstört worden.

Friedhof, wieder

Danach gings zur Laguna de Llanganuco, eine Lagune am Fuße des Huascarán, höchster Berg Perus.

Gletscher vom Huascaran (mit Zoom)typische Vegetation Wanderweg an der Lagune entlang

Wir sind allerdings hingefahren. Insgesamt sind wir ca 1:30h gelaufen an dem Tag. Der Rest ging mit Bus von Dorf zu Dorf. Das nächste Mal wollen wir wenn dann eine Tour machen, bei der man sich ein bisschen mehr bewegen muss. Aber zur Aklimatisierung und aufgrund unserer Müdigkeit was das ganz passend. Die Tour hatte noch weitere Stationen: in einem Dorf sind wir zu einer Eisdiele gegangen, die unter anderem Bier-Eis verkauft hat (schmeckt eher wie Honig-Met); in einem anderen Dorf wurde traditionell Manjarblanco hergestellt (so eine Art Karamell, Milch gekocht mit Zucker und nach Wunsch Fruchtgeschmack); und am Schluss gings noch schnell zu einem Laden, der handgetöpferte Sachen verkauft. Da gab es eine "Magische Kanne", in die konnte man unten (quasi im Boden) Wasser reinfüllen und aus dem Schnabel ausgießen. Verrückte Sache :)

Am nächsten Tag waren wir ausgeschlafen und munter, ich hatte endlich keine Kopfschmerzen und Schwindelanfälle mehr von der Höhe und das Frühstück (u.a. aus Avocado und Obst) trug zu guter Laune bei. Neugierig sind wir in die Stadt gegangen und haben die Straßen erkundigt, sind in Reiseagentouren gegangen um uns mal nach Bergtouren zu erkundigen und Gasflaschen für unseren Gaskocher zu suchen und den Markt zu entdecken. Herrliche Dinge haben wir gefunden: in der Fleischabteilung werden Meerschweinchen verkauft, mit Kopf und Innererien. Auch Hasen liegen da zur Schau aus, schon fertig zum mit nach Hause nehmen. Ein Meerschweinchen war sogar sichtlich schwanger. Dann konnte man da noch Ziegenköpfe kaufen und sogar Blumensetzlinge und Blumensamen. Das ist das erste Mal, das ich einen Blumenladen gesehen hab.

nochmal Huaraz von obenFrühstück Nr. 2Strasse von HuarazSchafsköpfe und HühnchenMarktMeerschweinchen (Cuy)Blumenläden

Huaráz hat uns nach den Markterfahrungen super gut gefallen. Die Leute waren nett und haben uns gerne weitergeholfen, haben uns auch an andere Geschäfte weiterverwiesen, wenn sie selbst das gewünschte nicht hatten (im Norden Perus heißt es da eher: hab ich nicht, hat sonst auch niemand).

Durch Zufall haben wir ein geniales Café gefunden. Es heisst "Café Andino" und hat nur eine schmale Treppe als Eingang und liegt versteckt in einer Seitenstrasse von Huaraz.Den zweiten (und auch schon letzten Tag) in Huaraz haben wir am Nachmittag dann dort verbacht, denn aus dem Hotel mussten wir schon früher raus. Also haben wir das Gepäck zum Busunternehmen und uns selbst in das Café verpflanzt, wo wir dann 6h lang verschiedene Tees und Biere ausprobiert und nebenher der guten Musik gelauscht haben. Ausserdem gibts da einen Buchbestand, den man als konsumierender Besucher da durchstöbern darf und sogar gegen eine Geldsumme ausleihen darf. Zu unserem Glück fing es gerade dann an heftig zu Gewittern (sogar mit Hagel), als wir gemütlich bei Kachelofenwärme und leckerem Tee in den Sesseln des Cafés sassen.

Shara Shara (Kräutertee)2 der vielen stadteigenen Biersorten

Die Nachtfahrt nach Lima war nicht so angenehm, zuerst ziemlich kalt im Bus (ich hab bissl gekränkelt) und dann schwül-stickig-heiss, weil keine Fenster auf waren und Limas Klima um einige Grad wärmer ist. In Lima selbst haben wir nicht viel gemacht: Jens (unser Studienkollege und Freund :D) mit einem Besuch überrascht, sind mit ihm auf den biologischen Markt gegangen, haben mit ihm gekocht, Jojos Rucksack repariert, im Outdoorladen geschmökert und ein bisschen ausgeruht. Am Abend sind wir dann schon zu einer Busgesellschaft gefahren, um in den nächsten Bus nach Nazca einzusteigen.

Eine Begegnung der dritten Art hat uns Lima allerdings noch am Nachmittag beschert: nichtsahnend waren wir auf dem Weg zu Jens' Wohnung, als ein unscheinbarer, mit-40er, im Hawaii-Hemd gekleideter Mann uns entgegenlief. Ohne etwas zu sagen blieb er vor uns stehen, zog einen seiner Mokkasins aus und betastete mit seinen (nicht sehr graden Zehen) die Zehen von Jojo, begleitet von entzückenden Ausrufen wie "ooooh, que bonitooo, que hermosoooo" (oooh, wie hübsch, wie schön). Dann zog er den einen Schuh wieder an und wiederholte die Prozedur mit dem anderen Fuss. Jojo wusste gar nicht wie ihm geschah und stand nur sprachlos und reglos vor dem Mann. Quasi als "Bezahlung" fürs Berühren-dürfen dieser wunderschönen Schöpfung Gottes wollte er uns dann noch zwei Brötchen schenken, damit wir Frühstücken konnten. Die haben wir allerdings dankend abgelehnt und sind perplex und mit Lachkrämpfen zu Jens weiter gelaufen.

Bei dem Busunternehmen stellte sich heraus, dass der Tipp, den wir bekommen haben, leider nicht sehr hilfreich war. Wir waren, sowieso schon gestresst von der grossen Stadt Lima, dann auch noch mega genervt von dem Busunternehmen. Viel zu teuer, kein wirklicher Kundenservice, klein und "grattelig" (wie sie in Bayern zu sagen pflegen). Ausserdem wurde nicht einmal ein Film gezeigt auf der Reise, sondern der Reisende wurde mit einem abstossenden Darm-Film über die tausend verschiedenen Darmkrankheiten aufgeklärt, die überall in der Welt lauern. Und als wäre das dann noch nicht genug erzählte ein Mann nach dem Film haargenau das gleiche nochmal, mit noch realistischeren und ekligeren Ausdrücken, um die Leute auch ja zu erschrecken und zum Kaufen seiner "schützenden Produkte" anzuregen. Zu Jojos Missgefallen hat ihm die Besatzung des Busses einen guten Lohn beschert.

In Nazca angekommen (um 4:30Uhr morgens) mussten wir dann erst einmal 2h tatenlos in einem Restaurant sitzen, bis es langsam hell wurde und die Besitzerin des Restaurants es für uns als sicher empfand, zu einem Hostel zu fahren. Das Hostel hatte dann nur überteuerte Zimmer und war auch gar nicht das, was im Reiseführer als so gut und nett beschrieben war. Nazca selbst hat uns auch enttäuscht. Nach einem kurzen Schlaf (die letzten Nächte waren nicht gerade erholsam) haben wir uns auf Erkundungstour begeben, welche unsere Laune allerdings nicht gerade verbessert hat. Alles ist sündhaft teuer, nur auf Touristen-Abzocke ausgelegt und sonst ist Nazca nicht schön.

 (oder seid ihr anderer Meinung?)

Hier haben wir das erste Mal unser Kochequipment ausprobiert:

 wenn man den Erdgeschmack der Olluko (so was ähnliches wie ne kleine Kartoffel) ignoriert, wars ganz passabel.

Gegen Abend sind wir in die Kneipe vom Bruder von Blanca gegangen, die Vermieterin von Jens und diejenige, die uns den Tipp mit der Reisegesellschaft gegeben hat. Dort hat uns ein freundlicher Dread-Head zu mehreren Bier und später auch noch zu jeder 1/4 Hühnchen eingeladen und uns nochmal bestätigt: Nazca ist nur Bier (bzw Trinken) :D

Auf dem Heimweg zu unserem Hostel haben wir dann noch zwei Komikern zugeschaut, die den Zuschauern mit Witzen die Nacht erheiterten. Wenigstens ein netter Ausklang des Abends.

Unsere heutige Suche, auf dem schnellsten und billigsten Weg nach Arequipa zu komen und vom dort aus dann sofort nach Puno am Lago Titicaca zu gelangen war ebenfalls enttäuschend und nervig. Wir haben noch nie in so kurzer Zeit so viele verschiedene und widersprüchliche Informationen über Abfahrtszeiten und Reisedauer nach Arequipa gehört. Wir werden heute Abend also auf gut Glück zu einem Busunternehmen gehen, mit schmerzenden Herzen die verlangten (und vielen) Soles zahlen und hoffen, dass es in Arequipa und dann in Puno besser wird.

Unser Fazit (für diejenigen, die es verstehen): Nazca FU, Puno (unser nächstes Ziel) FTW ;)

 Die Nazca-Linien schauen wir evtl. mit dem Flugzeug an, wenn wir wieder da sind. Es kostet unheimlich viel. Zwar ist gerade Nebensaison, aber der Preis für so einen "sobrevuelo" liegt trotzdem bei 75-80$. Erstmal wollen wir schauen, das wir nach Montevideo kommen. Wenn wir mehr Überblick über unsere Finanzen haben, werden wir uns das nochmal überlegen :)

Auf dieser Seite werden lediglich die 10 neuesten Blogeinträge angezeigt. Ältere Einträge können über das Archiv auf der rechten Seite dieses Blogs aufgerufen werden.